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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Die 18. März Hatime Ana Große Moschee (18 Mart Hatime Ana Ulu
Camii) ist eine moderne
Moschee in
Tschanakkale (Çanakkale), die als die größte der Stadt
gilt.
Sie steht auf dem Terzioğlu-Campus der Çanakkale Onsekiz
Mart Üniversitesi (ÇOMÜ) auf einer erhöhten Lage mit Blick in
Richtung der
Dardanellen (Çanakkale Boğazı). Sie wurde erst im frühen
21. Jahrhundert errichtet. Mit dem Bau wurde 2019 begonnen.
Bauherr bzw. maßgeblicher Stifter war das in Çanakkale stark
engagierte Industrieunternehmen İÇDAŞ. Errichtet wurde die
Moschee auf dem Universitätscampus; sie war von Anfang an
nicht nur als Gebetsraum, sondern als größerer religiöser und
gesellschaftlicher Komplex vorgesehen. Die Arbeiten dauerten
ungefähr drei Jahre. Die feierliche Eröffnung fand am Freitag,
dem 28. Januar 2022, statt. Anwesend war unter anderem der
damalige Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet,
Prof. Dr. Ali Erbaş, der dort auch die Freitagspredigt hielt.
Der vollständige Name verbindet drei unterschiedliche
Bedeutungsebenen:
Die Moschee ist für die Region außergewöhnlich groß und
wurde bei ihrer Eröffnung als größtes Gotteshaus in
Tschanakkale (Çanakkale) bezeichnet.
Für das eigentliche Gebäude werden ungefähr 4.800 bis 6.000
m² Grund-/Nutzfläche genannt. Die Universität nennt außerdem
rund 25.000 m² Landschafts- und Außenfläche. Mehr als 10.000
Menschen können gleichzeitig beten.
Architektonisch fällt die Moschee vor allem durch ihre
sechs
Minarette auf. Sie besitzt vier etwa 60 Meter hohe
Minarette mit jeweils zwei umlaufenden Minarettbalkonen,
sowie zwei etwa 55 Meter hohe Minarette mit jeweils einem
Balkon.
Ein wesentliches Element der Anlage ist der große Innenhof.
Er ist quadratisch angelegt und wird von 22 kleinen Kuppeln
begleitet beziehungsweise überdeckt. Der Zugang erfolgt aus
drei Richtungen. Der Innenhof umfasst etwa 2.772 m².
Eine besonders hervorgehobene Eingangssituation bildet ein
taç kapı, wörtlich „Kronentor“. Dieser Begriff bezeichnet in
der anatolisch-islamischen Architektur ein monumental
gestaltetes Hauptportal.
Der eigentliche Moscheebau umfasst mehrere Ebenen: 2.000 m²
Untergeschoss, 2.025 m² Erdgeschoss und 762 m² Hoch-Ebene.
Im Untergeschoss befinden sich unter anderem: Bereiche für
die
rituelle Waschung [wudhu], Toiletten, Werkstatt- und
Arbeitsräume, ein Kinderspielbereich, Besprechungsräume,
Unterrichts- und Seminarräume sowie eine bemerkenswerte
Bibliothek mit einer Fläche von rund 2.000 m². Daran gekoppelt
ist ein „Wissenschaftskaffee“ (Ilim Kafe).