Rechtschreibauffälligkeiten
إِيْن

إِن

Afa-in-Auffälligkeit

Aussprache: azh-zhawaahir al-kitaabiyya lil-alif
arabisch:
الظاهرة الكتابيّة في أَفَإِيْن
persisch:
ویژگیِ نوشتاریِ أَفَإِيْن
englisch:
Afa-in Orthographic Variat

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Die Afa-in-Auffälligkeit gehört zu den Rechtschreibauffälligkeiten uns ist damit ein Stilelement des Heiligen Quran, um auf die Bedeutung besonders wichtiger Aspekte hinzuweisen.

Beide Afa-in-Verse (3:144 und 21:34) beinhalten die Rechtschreibauffälligkeit „afa-in“ [أَفَإِيْن]. Der Ausdruck besteht aus dem Fragepronomen [أَ] und der Aussage „so falls“ [فَإِيْن]. Es sind die einzigen beiden stellen im Heiligen Quran, in denen der Begriff „falls“ [إِيْن] mit einem eingefügten „يْ“ geschrieben wird. In unzähligen anderen Stellen im Heiligen Quran wird es ohne „يْ“, also als „إِن“ geschrieben.

In Vers 3:144 heißt es sinngemäß

„Und nicht ist Muhammad etwas anderes, außer ein Gesandter. Tatsächlich sind vor ihm die Gesandten dahingegangen. So falls [أَفَإِيْن] er gestorben ist oder getötet worden ist, (wird es dann so sein, dass) ihr euch auf euren Fersen umgewandt habt?“

In Vers 21:34 heißt es sinngemäß

„Und nicht haben wir für Menschenwesen vor dir das Unvergängliche errichtet. So falls [أَفَإِيْن] du gestoben bist, so sind sie die Unvergänglichen?“

Entscheidend hierbei ist der Begriff „die Unvergänglichen“ [الْخَالِدُونَ]. Tatsächlich sollen die gütigen Menschen ja unvergänglich sein. Hier wird deutlich, dass Prophet Muhammad (s.) die erste Schöpfung ist, während Adam (a.) der erste Mensch auf Erden [ardh] ist. Gemäß einer Überlieferung [hadith] die Imam Kazhim (a.) zugeschrieben wird, sind mit „die Unvergänglichen“ [الْخَالِدُونَ] die Ahl-ul-Bait (a.) gemeint. Die Rechtschreibauffälligkeit betont den besonderen Charakter der beiden Verse.

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