Alcazaba
Alcazaba in Malaga

Aussprache:
arabisch:
القصبة
persisch:
englisch:
Alcazaba of Málaga

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Die Alcazaba [القصبة] in Málaga ist eine auf einem östlichen Hügel der spanischen Stadt erbaute maurische Festungs- und Palastanlage (kasbah) oder „Zitadelle“.

Ursprünglich befand sich auf dem Hügel eine einfache Befestigungsanlage. Die damalige Anlage stammt aus dem  8. Jh. n.Chr. und ist auf den Emir Abd ar-Rahman I. zurückzuführen. Zunächst wurde die Anlage unter anderem als Gefängnis genutzt und hieß Dschabal Ayros. Die heutige Alcazaba wurde von der Hammudiden-Dynastie im frühen 11. Jh. wahrscheinlich unter der Herrschaft von Yahya I. (regierte 1021–1036 n.Chr.) begonnen und Mitte des 11. Jh. n.Chr. vom Herrscher der Ziriden Badis nach der Eroberung Malagas im Jahr 1056 n.Chr. fertig gestellt. Badis Enkel Tamim ibn Buluggin war Gouverneur in Malaga. die Herren über die Burg leisteten sich viele Machtkämpfe unter den Mauren, was sie schäwchste.

Im Jahr 1092 n.Chr. wurde die Burg von den Almoraviden erobert und im Jahr 1146 von den Almohaden. Bei Al-Idrisi heißt die Burg Mitte des 12. Jh. n.Chr. auch "Dschabal Faruk" („Berg des Leuchtturms“). Später wurde die Burg von Nasriden beherrscht. Im frühen 14. Jh. n.Chr., als Malaga unter der Kontrolle des Emirats Granada stand, wurde die Alcazaba vom Nasriden-Emir Muhammad II. größtenteils wieder aufgebaut, einschließlich der Befestigungsanlagen und der Palastresidenzen. Die Burg von Gibralfaro, auf einem höheren Hügel im Osten, wurde vom Nasriden-Emir Yusuf I. (regierte 1333–1354) ebenfalls an der Stelle früherer Befestigungsanlagen erbaut. Yusuf baute auch einen ummauerten Korridor, der die Burg mit der unteren Zitadelle verband, und schuf so einen nahezu uneinnehmbaren Festungskomplex.

Im Jahr 1487 wurde die Burg von Truppen der Katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón nach mehr als dreimonatiger Belagerung erobert und die Muslime wurde aus der Gegend vertrieben, getötet oder zwangskonvertiert.

Ab dem 18. Jh. n.Chr. hörte die militärische Funktion der Alcazaba auf. Es wurde von Zivilisten bewohnt und wurde zu einem Randviertel der Stadt. Im 19. Jh. gab es einige Zerstörungen bei der Belagerung durch die Truppen Napoleons. Ab 1933 wurden unter der Leitung von Leopoldo Torres Balbás die Bewohner evakuiert und mit der Restaurierung der Alcazaba sowie archäologischen Untersuchungen begonnen.

Der Gebäudekomplex ist heute eine Touristenattraktion. Hauptattraktionen sind mehrere rekonstruierte Bauteile im Maurischen Stil sowie Innenhöfe und Gärten wie auch die ehemalige kleine Moschee im Inneren. Unterhalb der Mauern wurde ein altes römisches Amphitheater ausgegraben. Die Räumlichkeiten innerhalb des Palastes werden zudem für Sonderausstellungen genutzt.

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