Ali-Muhammadi
Masud Ali-Muhammadi

Aussprache: mas-uud aliy muhammadiy
arabisch:
مسعود علي محمدي
persisch:
مسعود علی‌محمدی
englisch:
Masoud Ali-Mohammadi

24.8.1959 - 12.1.2010 n.Chr.

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Masud Ali-Muhammadi (1959–2010) war ein iranischer theoretischer Physiker und Professor an der Universität Teheran, der von ausländischen Geheimdiensten ermordet worden ist.

Er wurde am 24. August 1959 geboren, wahrscheinlich in oder bei Teheran. Er begann 1978 n.Chr. ein Physikstudium an der Universität Schiras und schloss es 1985 mit einem Bachelor ab. Danach wechselte er an die Scharif Universität für Technologie in Teheran. Dort absolvierte er zunächst ein Masterstudium und begann 1988 seine Promotion. 1992 wurde er promoviert. Er gilt als der erste Physik-Doktorand dieser Universität. Später wurde er Professor am Fachbereich Physik der Universität Teheran. Seine eigentlichen Spezialgebiete waren: theoretische Elementarteilchenphysik, Quantenfeldtheorie, Kosmologie, Hochenergiephysik, teilweise Gravitationstheorien und der Quanten-Hall-Effekt.

Er veröffentlichte ca. 53 wissenschaftliche Aufsätze und Fachbeiträge. Außerdem schrieb oder übersetzte er Physiklehrbücher. Unter anderem war er an einer persischen Übersetzung von J. J. Sakurais Lehrbuch Modern Quantum Mechanics beteiligt.

Obwohl er häufig als „iranischer Atomwissenschaftler“ bezeichnet wurde, ist diese Bezeichnung ungenau. Er war in erster Linie theoretischer Teilchenphysiker, hat aber auch theoretische nuklearbezogene Arbeit geleistet.

Am 12. Januar 2010 wurde Ali-Mohammadi vor seinem Haus im Teheraner Stadtteil Gheytariyeh durch eine ferngezündete, an einem Motorrad angebrachte Bombe getötet. Die Islamische Republik Iran machte ausländische Geheimdienste verantwortlich. die Beschuldigten versuchten die Ermordung inneren iranischen Auseinandersetzungen zuzuschreiben.

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