Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) ist
der vierte
Imam
der
Zwölf Imame (a.). Er ist der älteste Sohn
Imam Husains (a.) und damit Urenkel des
Propheten
Muhammad (s.).Einer seiner vielen Titel ist Imam Sadschad
(a.) (der sich Niederwerfende), weil er stundenlang in seine
Niederwerfungen vertieft war. Sein weiterer
Beiname war Abul-Hasan. Auch Zain-ul-Abidien (a.) (Zier der
Diener) ist einer seiner vielen Titel und gleichzeitig der am
häufigsten verwendete.
Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) wurde am 5.
Schaban im Jahre 38
n.d.H. in
Medina
geboren, nach manchen
Überlieferungen am 15.
Dschumada al-Ula bereits 37
n.d.H. oder auch 38
n.d.H.. Seine Mutter war
Schahrbanu. Er blieb zwei Jahre bei seinem Großvater
Imam Ali (a.), danach bei seinem Onkel
Imam Hasan (a.) ca. neun Jahre und bei seinem Vater
Imam Husain (a.) elf Jahre. Nach seinem Vater lebte er
noch ca. 33 Jahre.
In manchen alten Werken wird er als Ali "Akbar" (der
Ältere) bezeichnet. Um aber eine Verwechslung mit
Ali
Akbar zu vermeiden, hat sich der Name Imam Ali
Zain-ul-Abidien (a.) eingeprägt.
Scheich
Mufid widmet ihm einen ausführlichen Abschnitt in seinem
Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad].
Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) konnte aufgrund einer schweren
Krankheit in
Kerbela am Tag von
Aschura
nicht mitkämpfen. Da die Soldaten
Yazids bereits zwei Söhne
Imam Husains (a.) mit Namen Ali ermordet hatten, nämlich
Ali
Akbar und
Ali
Asghar, waren sie überzeugt, den Imam (a.) getötet zu haben.
Umso erstaunter war
Yazid, als der schwer kranke Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) mit
den Gefangenen vorgeführt wurde. In seiner Angst wollte er ihn
sofort töten lassen, aber als
Zaynab (a.) dazwischen sprang, und die Krankheit keine Genesung
erwarten ließ, wollte
Yazid sich keine Blöße geben und ließ sie ziehen. Imam
Zain-ul-Abidien (a.) überlebte und sicherte den Bestand der
Zwölf Imame (a.).
Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) verbrachte eine sehr lange
Zeit davon in Gefängnissen der
umayadischen
Kalifen.
Da er nicht durch Predigten in der Öffentlichkeit wirken
durfte, hat er durch öffentliche
Bittgebete gewirkt. Eine ganze Reihe seiner
Bittgebete sind zusammengefasst in dem Werk
Sahifat-ul-Sadschadiyya. Auch bekannt ist sein
Sendschreiben über die Rechte (Risalat al-Huquq).
Er hatte 17 (nach andern 15) Kinder von verschiedenen Frauen,
zumeist befreite ehemalige Sklavinnen. Sein Nachfolger wurde
sein ältester Sohn
Imam
Baqir (a.). Er wurde am 25.
Muharram 95
n.d.H. (nach anderen am 12.
Muharram)
Märtyrer in
Medina,
und er war zu dem Zeitpunkt 57 Jahre alt. Sein
Imamat
dauerte fast 34 Jahre.
Er wurde auf dem Friedhof
Dschannat-ul-Baqi neben seinem Onkel
Imam Hasan (a.) bestattet.
Seine 10 Söhne hießen:
-
Imam
Muhammad Baqir (a.)
- Sayyid Zaid Schahid
- Sayyid Abdullah
- Sayyid Ubadullah
- Sayyid Hasan
- Sayyid Husain-ul-Akbar
- Sayyid Ali
- Sayyid Umar
- Sayyid Husain al-Asghar
- Sayyid Abdurrahman
Seine 7 Töchter hießen:
- Chadidscha
- Fatima
- Umm-ul-Banin
- Aliya Suliman
- Umm Khulsum
- Umm-ul-Hasan
- Fatima
In der Liste der Kinder gibt es einige Unterschiede zu
anderen Auflistungen, die darin begründet sein können, dass
einzelne Kinder mehrere Namen haben.