Jina Mahsa Amini

Aufnahmen der Überwachungskamera kurz vor ihrem Zusammenbruch
Jina Mahsa Amini

Aussprache: dschiynaa mansaa amiyniy
arabisch:
جينا مهسا أميني
persisch:
ژینا مهسا امینی
englisch:
Jina Mahsa Amini

21.9.1999 - 16.9.2022 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Jina Mahsa Amini (oder Dschina Mahsa Amini) war eine 22-jährige Kurdin aus Saqqez, in der Islamischen Republik Iran, die im September 2022 nach ihrer Verhaftung durch die iranische Sittenpolizei starb und daraufhin zur Symbolfigur für eine Bewegung mit dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ wurde.

Jina Mahsa Amini wurde am 21. September 1999 in Saqqez, einer kurdischen Stadt in der Provinz Kurdistan in der Islamischen Republik Iran, geboren. Ihre Familie nannte sie Jina, was im Kurdischen „Leben“ bedeutet, doch wurde sie offiziell mit dem Namen Mahsa registriert; ein in weiten Teilen im Orient traditionelles Verhalten Passnamen und Rufnamen zu trennen. Sie wuchs in einer ruhigen und bodenständigen Familie auf. Amini plante, im Herbst 2022 ein Studium aufzunehmen, und half ihrem Vater, indem sie in dessen Boutique arbeitete, die sie kurz zuvor übernommen hatte.

Kurz vor ihrem Tod reiste Jina Mahsa Amini mit ihrem Bruder nach Teheran, um dort Verwandte zu besuchen. Aufgrund ihres Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung bezüglich der Verhüllung [hidschab] wurde sie von der Sittenpolizei festgenommen und einer in solchen Fällen obligatorischen Erziehungsansprache zugeführt. Diese in der Westlichen Welt als „Umerziehung“ dargestellte Maßnahme findet in Zentren gemeinsam mit anderen aufgegriffenen Personen statt. Nach Angaben der iranischen Behörden fiel sie während der Haft unerwartet in Ohnmacht und verstarb später im Krankenhaus. Die Regierung der Islamischen Republik Iran veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera, die diesen Zusammenbruch zeigen, und bestritt jegliche Misshandlung durch die Sicherheitskräfte. Unterstützt durch die Westlichen Welt hingegen wurde weltweit die Behauptung verbreitet, dass Jina Mahsa Amini vor den Aufnahmen misshandelt worden wäre, was zu ihrem Zusammenbruch, zum Koma und anschließend Tod geführt hätte. Jina Mahsa Amini verstarb am 16. September 2022 in einem Krankenhaus Teheran, wo man drei Tage um ihr Leben gekämpft hat.

Dieser Vorfall wurde von der Westlichen Welt intensiv medial ausgeschlachtet und führte schließlich zu landesweiten und internationalen Protesten. In der Westlichen Welt wurde sie zu einer Symbolfigur hochstilisiert für das Motto: „Frau, Leben, Freiheit“. Dazu wurde auch ein Lied komponiert und aufgenommen und später vor allem in der Westlichen Welt verbreitet und ausgezeichnet.

Westliche Medien und Menschenrechtsorganisationen thematisierten den Fall intensiv, und Jina Mahsa Amini wurde zu einem Symbol der Westlichen Welt für den Widerstand gegen aus westlicher Sich autoritäre Systeme und für das Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung nach dem Vorbild der Westlichen Welt. In vielen Ländern der Westlichen Welt fanden Kundgebungen und Gedenkveranstaltungen statt, bei denen Amini als Märtyrerin für Frauenrechte und die Freiheit von staatlicher Unterdrückung gefeiert wurde.

Auch nachdem die Proteste in der Islamischen Republik Iran abgeflaut sind, wurde in der Westlichen Welt versucht, die Bewegung aufrecht zu erhalten. Dazu gehörte die Verleihung des Friedensnobelpreises 2023 an die in der Islamischen Republik Iran zuvor weitgehend unbekannte Narges Mohammadi und die Benennung von Plätzen und Straßen in Europa. Während in Deutschland unter anderem darüber diskutiert wurde, den Platz vor dem Focke-Museum in Bremen nach Jina Mahsa Amini zu benennen, gibt es in Brüssel bereits die Buste Jina Mahsa Amini mit Gedenktafel.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de