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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Der Anka Vogel (Anka kuşu), eigentlich Anqa-Vogel, ist ein
mythischer Riesenvogel der türkisch-islamischen
Erzähltradition.
Kuşu (gelesen Kuschu) heißt auf Türkisch „Vogel“, Anka kuşu
also „Anka-Vogel“. Häufig heißt er auch Zümrüdüanka. In der
persischen Tradition entspricht ihm weitgehend der
Simurgh.
In den Erzählungen lebt er meist an einem unerreichbaren
Ort, oft auf dem sagenhaften Berg Qaf. Er ist außergewöhnlich
groß, langlebig und wissend. Je nach Geschichte erscheint er
entweder als hilfreicher, weiser Vogel oder als gefährliches
Wesen. Deshalb ist sein Bild nicht überall einheitlich.
Besonders in persischer und mystischer Literatur wurde der
Simurgh zum Symbol für: Weisheit und übermenschliches
Wissen, geistige Reifung und Selbsterkenntnis, Erhabenheit und
Unerreichbarkeit, mitunter Erneuerung oder Wiedergeburt.
Er wird oft mit dem westlichen Phönix verglichen, ist aber
nicht völlig identisch mit ihm. Der klassische Phönix
verbrennt und entsteht aus seiner Asche neu. Dieses Motiv
gehört nicht in jeder Anka- oder Simurgh-Erzählung zum Kern.
Es existiert eine Legende, nach der die Anka zunächst als
vollkommenes Geschöpf erschaffen worden sei, später aber
Menschen geschädigt habe. Daraufhin habe ein Prophet gegen ihn
gebetet oder ihr Ende herbeigeführt.
Quellen wie
Zamachscharis Kommentar „al-Kaschschaf“ berichten, dass
ein riesiger Raubvogel namens Anka die Bevölkerung im
Jemen während der Zeit des Prophetentums von
Hanzala ibn Safwan plagte. Als der Vogel begann, von den
Bergen herabzustoßen, um Kinder zu rauben, wandte sich die
verzweifelte Bevölkerung hilfesuchend an
Hanzala. Infolge eines Flehens, das
Hanzala an
ALLAH
richtete, wurde der Anka-Vogel vom Blitz getroffen und seine
Art vom Antlitz der Erde getilgt.
Gelehrte [faqih] wie al-Tabari
betrachten weder den Namen
Hanzala ibn Safwan noch die Geschichten über den
Anka-Vogel als historisch gesichert, wenn sie die
Verse
aus dem
Heiligen Quran über die
Gefährten des Brunnens [ashab-ur-rass] auslegen.
In
Zübdetü’t-Tevarih gibt es eine Darstellung zu
Hanzala ibn Safwan mit dem
Anka-Vogel.

Osmanische Miniatur aus
Zübdetü’t-Tevarih (17. Jh. n.Chr.)