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Arwasizade Sayyid Dschmaladdin Parlakischik (Arvâsîzâde Seyyid
Cemâleddin Parlakışık) war ein Gelehrter in der
Türkei im 20. Jh.
Er stammte aus der Arwasî-Familie und war unter anderem ein
Absolvent von Imam-Hatib-Schulen und Ausleger von
Mathnawi.
Sein Vater war Seyyid Şemseddin Efendi. Über die väterliche
Linie gehörte er zur weit verzweigten Arvasî-Seyyid-Familie.
Eine genealogische Überlieferung soll belegen, dass er ein
Sayyid ist.
Cemâleddin Parlakışık wirkte in
Istanbul insbesondere am Kirazlı Mescid als Imam-Hatib.
Außerdem war er Mesnevîhân, also jemand, der das
Mathnawi von
Dschalaleddin Rumi öffentlich las und kommentierte.
Von ihm ist zudem ein umfangreiches, sechsbändiges
Auslegung-Werk überliefert; daneben verfasste bzw. hinterließ
er Arbeiten zu
Überlieferung [hadith] und
Kalam.
Er stand im geistigen Umfeld von Necip Fazıl Kısakürek.
Nach dem Tod von Seyyid Abdülhakim Arvasi hatte Necip Fazıl
Kontakt sowohl zu Ahmed Mekki Üçışık als auch zu dessen Neffen
Cemâleddin Parlakışık. Eine Quelle berichtet, Necip Fazıl habe
nach Cemâleddins Tod gesagt: „İstanbul cemalini kaybetti“ –
sinngemäß: „Istanbul hat seine Schönheit/sein Antlitz
verloren.“
Nach seiner Pensionierung wirkte Cemâleddin Efendi offenbar
weiterhin freiwillig in der
Sultan Bayezid-II-Moschee. Zeitzeugen berichten, dass
Schüler zwischen 1963 und 1976 regelmäßig seine
Sonntagspredigten und Lehrgespräche besuchten. Sein Sohn
Mehmet Efendi war dort als
Gebetsrufer [muadhin] tätig.
Arwasizade Sayyid Dschmaladdin Parlakischik starb 1976 in
Istanbul. Er wurde im Gümüşsuyu Mezarlığı am
Pierre-Loti-Hügel beigesetzt.
Sein nach der Namensreform angenommener Nachname
Parlakischik bedeutet „glänzendes Licht“.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)