Parlakışık
Arwasizade Sayyid Dschamaladdin Parlakischik (Arvâsîzâde Seyyid Cemâleddin Parlakışık)

Aussprache:
arabisch:
أرفاسي زاده السيد جمال الدين بارلاق إشيق
persisch:
ارواسی‌زاده سید جمال‌الدین پارلاق‌ایشیک
englisch: 
Arwasizade Sayyid Jamaladdin Parlakishik

1894 – 1976 n.d.H.

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Arwasizade Sayyid Dschmaladdin Parlakischik (Arvâsîzâde Seyyid Cemâleddin Parlakışık) war ein Gelehrter in der Türkei im 20. Jh.

Er stammte aus der Arwasî-Familie und war unter anderem ein Absolvent von Imam-Hatib-Schulen und Ausleger von Mathnawi.

Sein Vater war Seyyid Şemseddin Efendi. Über die väterliche Linie gehörte er zur weit verzweigten Arvasî-Seyyid-Familie. Eine genealogische Überlieferung soll belegen, dass er ein Sayyid ist.

Cemâleddin Parlakışık wirkte in Istanbul insbesondere am Kirazlı Mescid als Imam-Hatib. Außerdem war er Mesnevîhân, also jemand, der das Mathnawi von Dschalaleddin Rumi  öffentlich las und kommentierte. Von ihm ist zudem ein umfangreiches, sechsbändiges Auslegung-Werk überliefert; daneben verfasste bzw. hinterließ er Arbeiten zu Überlieferung [hadith] und Kalam.

Er stand im geistigen Umfeld von Necip Fazıl Kısakürek. Nach dem Tod von Seyyid Abdülhakim Arvasi hatte Necip Fazıl Kontakt sowohl zu Ahmed Mekki Üçışık als auch zu dessen Neffen Cemâleddin Parlakışık. Eine Quelle berichtet, Necip Fazıl habe nach Cemâleddins Tod gesagt: „İstanbul cemalini kaybetti“ – sinngemäß: „Istanbul hat seine Schönheit/sein Antlitz verloren.“

Nach seiner Pensionierung wirkte Cemâleddin Efendi offenbar weiterhin freiwillig in der Sultan Bayezid-II-Moschee. Zeitzeugen berichten, dass Schüler zwischen 1963 und 1976 regelmäßig seine Sonntagspredigten und Lehrgespräche besuchten. Sein Sohn Mehmet Efendi war dort als Gebetsrufer [muadhin] tätig.

Arwasizade Sayyid Dschmaladdin Parlakischik starb 1976 in Istanbul. Er wurde im Gümüşsuyu Mezarlığı am Pierre-Loti-Hügel beigesetzt.

Sein nach der Namensreform angenommener Nachname Parlakischik bedeutet „glänzendes Licht“.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)

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