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Dr. Kazhimi Aschtiani war der und Leiter des Royan Research
Institute in
Teheran, einem der führenden Zentren für
Reproduktionsmedizin, Stammzellforschung und Klonen in der
Islamischen Republik Iran und in Westasien.
Er ist im März 1961 in
Teheran geboren und verstarb am 4. Januar 2006 an einem
Herzinfarkt, mit 44 Jahren). Als Embryologe und Biomediziner
hatte er sich einen weit über die Landesgrenzen hinaus
reichenden wissenschaftlichen ruf erarbeitet. Er war eine
Schlüsselfigur beim Aufbau moderner Biomedizin im
Iran,
insbesondere wegen der Gründung des Royan Research Institute
(1991), zunächst als Zentrum für Behandlung von
Unfruchtbarkeit, später mit eigenen Forschungsinstituten für
Reproduktionsmedizin und Stammzellbiologie.
er war mitverantwortlich unter anderem für die Geburt des
ersten IVF-Kindes im
Iran
(1992) und erzielte später Erfolge mit ICSI,
Präimplantationsdiagnostik (PGD) und anderen Techniken der
Reproduktionsmedizin
Er war verantwortlich für den Aufbau der ersten embryonalen
Stammzelllinie im
Iran
(2003). Damit gehörte der
Iran
zu einer kleinen Gruppe von Ländern mit dieser Technologie. Er
hat die erste Nabelschnurblut-Bank im Iran aufgebaut.
Parallel dazu war er in mehreren Funktionen aktiv, unter
anderem im Rahmen der ACECR (Academic Center for Education,
Culture and Research), als Institutsleiter, Herausgeber einer
Fachzeitschrift und Mitglied verschiedener wissenschaftlicher
Fachgesellschaften im Bereich Reproduktionsbiologie und
Anatomie.
Nach seinem frühen Tod wurde zu seinem Andenken die Kazemi
Prize (Kazemi-Preis) eingerichtet – ein internationaler
Wissenschaftspreis, der seit 2010 für herausragende Leistungen
in den Biowissenschaften und der Gesundheitsforschung
verliehen wird.
In offiziellen Reden wird er häufig als Beispiel für die
Verbindung von Wissenschaft, Einsatz und persönlicher
Frömmigkeit hervorgehoben; sein Name ist im Iran eng mit der
Royan-Forschung und der Entwicklung der Stammzelltechnologie
verbunden.
Berühmt geworden ist auch ein Brief, den Dr. Kazhimi Aschtiani
im Dezember 2002 an
Imam Chamenei versendet hat. Darin hat er die
revolutionäre Bedeutung dieser Wissenschaft
(Stammzellenforschung) für die Weltmedizin erläutert, hat
bestehende Bedenken zum Ausdruck gebracht und um Orientierung
ersucht, um in dieses Feld einzutreten. Nur zwei Wochen nach
Versand des Briefes gab der
Imam Chamenei eine entscheidende Antwort: „Sagen Sie
diesen Freunden, sie sollen die großen Ziele dieser Forschung
mit Entschlossenheit und Ausdauer verfolgen und diesen
gewaltigen menschlichen Reichtum für ihre Nation und ihr Land
hervorbringen.“ Zugleich gab er eine wichtige Mahnung: Man
müsse darauf achten, dass menschliche Ersatzteile nicht zur
Erschaffung einer Art Mensch führen.
Mit seinem Weitblick bezeichnete
Imam Chamenei diese Wissenschaft als einen „gewaltigen
menschlichen Reichtum“ und schuf, indem er zwischen
Gewebeproduktion und menschlichem Klonen unterschied, einen
Wendepunkt, der es dem Royan-Institut ermöglichte, seine
Forschungen mit größerer Geschwindigkeit fortzusetzen.

Gemälde IRNA (2022 n.chr.)