Atif Atilla
Atif Atilla (Atıf Atilla)

Aussprache: aatiy atiyla
arabisch:
عاطف أتيلا
persisch:
عاطف آتیلا
englisch: 
Atif Atilla

??? - ??? n.d.H.
1920 - 6.7.2007 n.Chr.

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Dr. Atif Atilla (Atıf Atilla) war ein türkischer Agraringenieur und Landwirtschaftsexperte, der sich insbesondere mit Weinbau, Olivenbau, landwirtschaftlicher Mechanisierung und Bodenbearbeitung beschäftigte.

Er wurde 1920 in Izmir geboren und schloss 1942 die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Ankara, Fachbereich Landmaschinen und landwirtschaftliche Geräte (Tarım Alet ve Makinaları Bölümü), ab.

Seine berufliche Laufbahn begann er als Agraringenieur an der Bornova Zirai Mücadele İstasyonu, einer landwirtschaftlichen Pflanzenschutzstation in Bornova bei İzmir. Später arbeitete er zeitweise für die staatliche TOPRAKSU-Verwaltung, die sich mit Boden- und Wasserressourcen, Bewässerung und landwirtschaftlicher Infrastruktur beschäftigte. Bei der türkischen Kammer der Agraringenieure war er bereits unter der sehr frühen Mitgliedsnummer 82 registriert.

Atilla war ein praxisorientierter Fachmann mit außergewöhnlich großem Erfahrungswissen. Die Ege-Universität hebt ausdrücklich seine Verdienste für türkische Landwirte in den Bereichen Bağcılık (Weinbau), Zeytincilik (Olivenbau), landwirtschaftliche Mechanisierung und Bodenbearbeitung hervor. Er gab außerdem zeitweise an der Ege-Universität Unterricht und vermittelte Studierenden insbesondere sein praktisches Wissen über Weinbau. Der Autor Artun Ünsal bezeichnet Atilla in seinem grundlegenden Werk „Ölmez Ağacın Peşinde – Türkiye’de Zeytin ve Zeytinyağı“ sinngemäß als das „lebende Gedächtnis / die lebende Geschichte des ägäischen Oliven- und Weinbaus“. Ünsal nennt ihn ausdrücklich als einen der wichtigen Fachleute, die ihn bei seinen Recherchen zur Geschichte der Oliven und des Olivenöls in Anatolien unterstützt haben.

Im Adatepe Olivenölmuseum (Adatepe Zeytinyağı Müzesi) ist ihm eine Gedenktafel gewidmet, weil er auf Reisen durch Anatolien historische Geräte und Verfahren der Olivenölherstellung sehr detailliert dokumentiert hat. Atıf Atilla führte auf seinen Reisen ein Notizbuch mit sich und zeichnete die von ihm gesehenen Geräte bis ins Detail. Nach seiner Pensionierung fertigte er anhand dieser Zeichnungen Modelle der traditionellen Geräte an und schenkte sie im Jahr 2004 n.Chr. dem Adatepe Olivenölmuseum. Diese Modelle wurden Teil der Ausstellung.

Damit war er ein wichtiger fachlicher Unterstützer und Sammler und Dokumentarist. Seine Arbeit half dabei, Produktionsmethoden sichtbar zu machen, von denen Originalgeräte teilweise nicht mehr vorhanden oder nur schwer zu beschaffen waren. Die Museumsbetreiber des Adatepe Olivenölmuseum erwähnen seinen Beitrag ausdrücklich als besonders bedeutend.

Atilla war offenbar außerdem ein bemerkenswerter Sportler. Nach Angaben der Ege-Universität begann er bereits während seiner Schulzeit mit dem Kugelstoßen (gülle atma), wurde Meister von İzmir und errang 1946 einen Titel bei einem als „Akdeniz Oyunları“ bezeichneten Wettbewerb.

Atıf Atilla starb am 6. Juli 2007, im Alter von etwa 86 oder 87 Jahren. Die Ege-Universität erinnert an ihn als ausgesprochen engagierten Agraringenieur und überliefert von ihm den Satz: „Bir daha dünyaya gelirsem yine Ziraatçı olmak isterim.“ (Wenn ich noch einmal auf die Welt käme, würde ich wieder Agrarwissenschaftler werden wollen).

Gedenktafel im Adatepe Olivenölmuseum (Adatepe Zeytinyağı Müzesi)

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