Bahrul-Ulum
Bahr-ul-Ulum

Aussprache: bahr al-'uluum
arabisch:
بَحْرُ العُلُومِ
persisch:
بحرالعلوم
englisch:
Bahrul Uloom

1155 - 1212 n.d.H.
1743 - 1798 n.Chr.

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Allama Seyyid Mahdi Bahr-ul-Ulum war ein großer Gelehrter [faqih] der Schia, der als entscheidende Kapazität seiner Zeit galt.

Er lebte in Nadschaf. Er stammt aus einer Gelehrten- und Sayyid-Familie. Er ist 1155 n.d.H. (1743 n.Chr.) in Kerbela geboren und 1212 n.d.H. (1798 n.Chr.) in Nadschaf gestorben.

Er war ein herausragender Gelehrter [faqih] der Schia, Mystiker und Dichter des 18. Jh. n.Chr. und gilt als einer der wichtigsten Vorbilder der Nachahmung seiner Zeit.

 Sein Titel Bahr-ul-Ulum(بحر العلوم) bedeutet „Meer der Wissenschaften“. Er soll ihm von seinem Lehrer Mirza Mehdi Schahid Chorasani verliehen worden sein, wegen seiner außergewöhnlich breiten und tiefen Gelehrsamkeit. Der Titel wurde später namensgebend für seine Familie.

Er erhielt seine erste Ausbildung in Kerbela, unter anderem bei seinem Vater und bei Scheich Yusuf al-Bahrani (Autor von al-Hadāʾiq an-Nādhira). Später studierte er in Nadschaf und Maschhad, wo er sich neben Islamischer Rechtswissenschaft [fiqh] und Methodenlehre (Usul al-fiqh) auch mit Islamischer Philosophie beschäftigt hat.

Zu seinen wichtigsten Lehrern gehören unter anderem Scheich Yusuf al-Bahrani, Mirza Mehdi Schahid Chorasani sowie weitere große Gelehrte von Nadschaf und Maschhad.

Nach seiner Studienzeit kehrte er nach Nadschaf zurück und lehrte selbst auf höchsten Niveau.

Er ist für seine asketische Lebensweise und seine mystische Spiritualität bekannt. Zahlreiche Biographen schreiben ihm eine besondere Nähe zu den Imamen zu und berichten von Begegnungen mit Imam Mahdi (a.).

Er hinterließ mehrere Werke, darunter:

bulletal-Fawāʾid ar-Ridschliyya – ein wichtiges Werk zur Überliefererkritik (ʿIlm ar-Ridschāl)
bulletal-Masābīh – ein juristisches Werk
bulletad-Durra an-Nadschafiyya
bulletsowie zahlreiche andere Werke und Gedichtsbände

Seine Schüler zählen zu den bedeutenden Gelehrten der Generation nach ihm, z. B. Kaschif al-Ghita

Bahr-ul-Ulum starb im Monat Radschab des Jahres 1212 n.d.H. (1798 n.Chr.) und wurde in Nadschaf beigesetzt, nahe beim Grab von Scheich al-Tusi im Bereich derr Imam Ali Moschee in Nadschaf.

Kaschif al-Ghita, selbst ein großer Gelehrter, verehrte ihn so sehr, dass er dieses auch anderen dadurch zum Ausdruck bringen wollte, dass er ihm seine Schuhe mit dem Zipfel seines Turbans wischte.

Zu den Nachkommen Bahr-ul-Ulums zählt Sayid Ahmad Pischwa.

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