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Cevat (Çobanlı) Pascha, meist Cevat Paşa genannt, war ein
bedeutender
osmanischer General, der vor allem durch die Verteidigung
der
Dardanellen (Çanakkale Boğazı) im Ersten Weltkrieg bekannt
wurde.
Er wurde 1870/71 n.Chr. in
Istanbul geboren und entstammte einer hochrangigen
Militärfamilie. Nach der
osmanischen Militärakademie machte er rasch Karriere und
wurde Generalstabsoffizier.
Seine wichtigste Rolle spielte er 1914/15 als Kommandeur
des befestigten Gebiets der
Dardanellen (Çanakkale Boğazı). Damit war er für die
Küstenartillerie, Minenfelder und die Verteidigung der
Meerenge verantwortlich. Beim großen alliierten Flottenangriff
vom 18. März 1915 erlitten britische und französische
Kriegsschiffe schwere Verluste. In der
Türkei erhielt Cevat deshalb den Beinamen „Held des 18.
März“ (18 Mart Kahramanı).
Später führte er verschiedene
osmanische Korps und Armeen. Nach dem Ersten Weltkrieg
wurde er Kriegsminister und 1919 zeitweise Chef des
osmanischen Generalstabs. Nach der Besetzung
Istanbuls verhafteten ihn die Briten 1920 und deportierten
ihn als sogenannten Malta-Exilierten nach Malta. 1922 kehrte
er zurück und schloss sich der türkischen Nationalbewegung an.
Nach Gründung der Republik
Türkei blieb er General, wurde unter anderem Kommandeur
bzw. Inspekteur der 3. Armee und war Abgeordneter. Er starb
1938 in
Istanbul.
Ursprünglich wurde er 1938 auf dem Sahra-yı-Cedit-Friedhof
in Erenköy in
Istanbul bestattet. Seine sterblichen Überreste wurden
Ende September 1988 nach
Ankara in den Staatsfriedhof (Devlet Mezarlığı)
umgebettet.
Das
Marine-Museum Tschanakkale
(Çanakkale Deniz Müzesi) hat ihm eine Ausstellungsecke gewidmet.


