Mudschtaba Ch.

Foto ISNA 2025 n.Chr.
Sayid Mudschtaba Chamenei

Aussprache: mudschtaba chamene-i
arabisch:
مجتبی خامنه‌اي
persisch:
مجتبی خامنه‌ای
englisch: Mujtaba Khamene'i

20.6.1390 - heute n.d.H.
8.9.1969 - heute n.Chr.

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Sayyid Mudschtaba Chamenei Hussaini ist der zweitälteste Sohn von Imam Chamenei und seiner Ehefrau Mansura Chudschasta Baqirzade. Er ist amtierender Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih].

Er ist am 8. September 1969 (17. Schahrivar 1348 nach dem Iranischen Sonnenkalender) in Maschhad geboren.

Von klein auf wurde er von seinem Vater in religiösen Studien unterwiesen. Noch bevor er zur Hawza in Qum wechselte, hatte er auch andere Lehrer wie unter anderem Ayatollah Sayid Mahmoud Schahroudi.

Schon früh engagierte er sich bei den Basidsch und gilt als sehr beliebt bei den Pasdaran. Denn er ging 1986 im Alter von 17 Jahren als Freiwilliger mehrfach an die Front des Irak-Iran-Krieges und wurde Mitglied des Habib-ibn-Mazaher-Bataillons, einer der bekanntesten Einheiten der 27. Division Muhammad Rasulullah. Er nahm an mehreren Operationen teil, darunter: Bayt-ul-Muqaddas 2, 3 und 4 sowie Walfadschr 10 und Mersad.

Im Jahr 1999 begann er sein Studium an der Hawza in Qum und er nahm an den Lehrveranstaltungen von Ayatollah Misbah Yazdi, Seyyed Mohsen Charazi und Ayatollah Safi-Golpayegani teil.

Er wurde ausgebildeter Hudschat-ul-Islam und stieg bis zum Groß-Ayatollah auf. Aufgrund der herausragenden Stellung seines Vater und um den damit verbundenen Namen nicht zu nutzen, hielt er sich allerdings im Hintergrund und widmete sich seinen religiösen Studien und der intensiven Unterstützung des Vaters. Um nicht erkannt zu werden, trat er oft ohne die religiösen Würden und inkognito auf.

Mehrere hohe Gelehrte [faqih] bescheinigen ihm den Status der selbständigen Rechtsfindung [idschtihad], darunter sein Vater und auch Ayatollah Misbah Yazdi. Aber er selbst trug aus Respekt gegenüber seinem Vater nicht den Titel Ayatollah. Wie sein Vater ist er ein Nachkomme Imam Husains (a.) und damit ein „al-Hussaini“.

Er bekleidete kein offizielles Regierungsamt und trat selten öffentlich auf. Seine Bekanntheit wuchs jeden Tag. Er war seit 1999 verheiratet mit Zahra Haddad-Adil, die beim Besuch ihres Schwiegervaters im Bombenhagel der Ermordung Imam Chameneis umgekommen ist. So war er Schwiegersohn von Gholam Ali Haddad-Adil. Aus der Ehe mit Zahra Haddad-Adil gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor: Muhammad-Baqir, Muhammad Amin und Fatima.

Im November 2019 setzte das US-Finanzministerium Mudschtaba Chamenei zusammen mit acht weiteren mit seinem Vater verbundenen Personen auf die Sanktionsliste.

In der Westlichen Welt wurden unzählige Lügen über ihn verbreitet, um seinen bescheidenen Lebensstil zu diskreditieren. So soll er angeblich ein Kind erst durch eine kostenintensive Fruchtbarkeitsbehandlung in London geboren haben, was frei erfunden ist.

Am 4. März 2026 (14. Ramadan 1477) wurde er von der Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] zum Nachfolger seines Vater Imam Ali Chamenei als dritter Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] der Islamischen Republik Iran bestätigt. Die offizielle Verbreitung erfolgte aber erst am 8.3.2026 in der ersten Nacht der Bestimmung [lailat-ul-qadr] (18/19. Ramadan).

Links zum Thema

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bullet Ernennungserklärung zum Imamat von Sayid Mudschtaba Chamenei
bullet Widmung Imam Chameneis an seinen Sohn

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