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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Sayyid Mudschtaba Chamenei
Hussaini ist der zweitälteste Sohn von
Imam
Chamenei und seiner Ehefrau
Mansura Chudschasta Baqirzade. Er ist amtierender
Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih].
Er ist am 8. September 1969 (17. Schahrivar 1348 nach dem
Iranischen Sonnenkalender) in
Maschhad geboren.
Von klein auf wurde er von seinem Vater in religiösen Studien
unterwiesen. Noch bevor er zur
Hawza
in Qum
wechselte, hatte er auch andere Lehrer wie unter anderem
Ayatollah Sayid Mahmoud Schahroudi.
Schon früh engagierte er sich bei den
Basidsch und gilt als sehr beliebt bei den
Pasdaran. Denn er ging 1986 im Alter von 17 Jahren als
Freiwilliger mehrfach an die Front des
Irak-Iran-Krieges und wurde Mitglied des
Habib-ibn-Mazaher-Bataillons, einer der bekanntesten Einheiten
der 27. Division Muhammad Rasulullah. Er nahm an mehreren
Operationen teil, darunter: Bayt-ul-Muqaddas 2, 3 und 4 sowie
Walfadschr 10 und Mersad.
Im Jahr 1999 begann er sein Studium an der
Hawza
in Qum
und er nahm an den Lehrveranstaltungen von
Ayatollah Misbah Yazdi, Seyyed Mohsen Charazi und
Ayatollah Safi-Golpayegani teil.
Er wurde ausgebildeter
Hudschat-ul-Islam und stieg bis zum
Groß-Ayatollah auf. Aufgrund der herausragenden Stellung
seines Vater und um den damit verbundenen Namen nicht zu
nutzen, hielt er sich allerdings im Hintergrund und widmete sich
seinen religiösen Studien und der intensiven Unterstützung des Vaters. Um
nicht erkannt zu werden, trat er oft ohne die religiösen
Würden und inkognito auf.
Mehrere hohe
Gelehrte [faqih] bescheinigen ihm den Status der
selbständigen Rechtsfindung [idschtihad], darunter sein
Vater und auch
Ayatollah Misbah Yazdi. Aber er selbst trug aus Respekt
gegenüber seinem Vater nicht den Titel
Ayatollah. Wie sein Vater ist er ein Nachkomme
Imam Husains (a.) und damit ein „al-Hussaini“.
Er bekleidete kein offizielles Regierungsamt und trat
selten öffentlich auf. Seine Bekanntheit wuchs jeden Tag. Er war seit 1999 verheiratet mit
Zahra Haddad-Adil, die beim Besuch ihres Schwiegervaters im
Bombenhagel der
Ermordung Imam Chameneis umgekommen ist. So war er
Schwiegersohn von
Gholam Ali Haddad-Adil. Aus der Ehe mit
Zahra Haddad-Adil gingen zwei Söhne und eine Tochter
hervor: Muhammad-Baqir, Muhammad Amin und Fatima.
Im November 2019 setzte das US-Finanzministerium Mudschtaba Chamenei
zusammen mit acht weiteren mit seinem Vater verbundenen
Personen auf die Sanktionsliste.
In der
Westlichen Welt wurden unzählige Lügen über ihn verbreitet, um
seinen bescheidenen Lebensstil zu diskreditieren. So soll er
angeblich ein Kind erst durch eine kostenintensive
Fruchtbarkeitsbehandlung in London geboren haben, was frei
erfunden ist.
Am 4. März 2026 (14.
Ramadan 1477)
wurde er von der
Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] zum
Nachfolger seines Vater
Imam
Ali Chamenei als dritter
Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] der
Islamischen Republik Iran bestätigt. Die offizielle
Verbreitung erfolgte aber erst am 8.3.2026 in der ersten
Nacht der Bestimmung [lailat-ul-qadr] (18/19.
Ramadan).