Nachitschewan
Chanat Nachitschewan

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Nakhichevan Khanate

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Das Chanat Nachitschewan war eine vom Iran abhängige Autonmieregion und lag im heutigen Aserbaidschan.

Das Chanat bestand von 1747 bis 1828 n.Chr. Die Hauptstadt war Nachitschewan. Das Gebiet des Chanats entsprach im Wesentlichen der heutigen Autonomen Republik Nachitschewan

Nachdem Nadir Schah Afschar der das Gebiet nach 1730 n.Chr. von den Osmanen erobert hatte und gestorben war, gründete Chan Haydar Quli 1747 das Chanat. Zeitweise war es Teil des Chanats Karabach.

Während des Russisch-Persischen Krieges (1804–1813) wurde Nachitschewan 1808 durch Russen unter General Gudowitsch besetzt. Nach dem Vertrag von Gulistan wurde das Chanat aber wieder an den Iran zurückgegeben. Nach dem nächsten Russisch-Persischen Krieg (1826–1828) und dem darauf folgenden Frieden von Turkmantschai wurde die Region 1828 den Russen zugeteilt. Der damalige Chan namens Ehsan unterstützte die Russen im Krieg und wurde dafür zum Generalmajor befördert.

Das Chanat wurde 1828 aufgelöst und Teil des benachbarten Chanats Jerewan, das ebenfalls von Russland erobert worden war. 1840 wurde die Region eine russische Provinz mit dem Bezirk Nachitschewan.

Die Herrscher des Chanats waren:

bullet1751 Chan Haydar Quli
bullet1779 Chan Kalb Ali
bullet1834 Chan Karim Kangarli

Die Bevölkerung Nachitschewans war größtenteils muslimisch und bestand aus Aserbaidschanern und Kurden. Um einen großen christlichen Einfluss zu gewährleisten haben die russischen Besatzer viele Armenier aus dem Osmanischen Reich und dem Iran in der Region angesiedelt. Dies wurde durch die Verträge von Turkmantschai und Adrianopel ermöglicht. Nach diesen Umsiedlungen kam es zu Spannungen, die bis heute anhalten.

Nachitschewan war ab auch nach dem 17. Jh. n.Chr. berühmt für seine Stahlproduktion, die besonders als Panzerschilde für Pferde genutzt wurden, wie es Evliya Tschelebi (Çelebi) beschrieb. Im Badischen Landesmuseum ist eine Vitrine dem Nachitschewan-Stahl gewidmet (siehe Foto).

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