Eifersucht

Eifersucht (Ghayra)

Aussprache:
arabisch:
الغيرة
persisch: حسادت
englisch: Jealousy

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Eifersucht ist eine moralische Tugend, die Männer dazu bringt, ihre Familie und Ehre, ihre Religion sowie ihr Eigentum und ihr Heimatland zu schützen.

Der arabische Begriff Ghayra oder Ghiyra wird oft als Eifersucht übersetzt, wobei der Aspekt „Eifer“ im Original dem Aspekt „Sucht“ überwiegt. Überwiegt die Sucht, wird es zu einer im Islam abzulehnenden Eigenschaft.

Den Überlieferungen [hadith] zufolge ist Ghayra eine göttliche Eigenschaft. Molla Ahmad Naraqi sagt in seinem Buch Himmelfahrt der Glückseligkeit (Miradsch-ul-Saada), dass Gläubige [mumin] ihre Familie nicht vergessen und Dinge nicht vernachlässigen sollten, die zu Unanständigkeit führen würden. Darüber hinaus betrachtet er den Widerstand gegen Häresien in der Religion sowie die Durchsetzung des Gebots von Gutes gebieten und Schlechtes verwehren [al-amr-bil-maaruf wan-nahy anil-munkar] als Fälle von Ghayra.

In Überlieferungen [hadith] werden der Ghayra positive Auswirkungen nachgesagt, etwa Keuschheit, Verhinderung von Unzucht [zina] und Schutz der Glückseligkeit in Familien. Zu den in den Überlieferungen [hadith] genannten Ursachen für den Verlust von Ghayra gehören: die Vermischung von Mahram-Verwandten und Nicht-Mahram-Personen, verbotene Musik, der unbeherrschte Blick auf Nicht-Mahram-Personen des anderes Geschlechts und das Trinken von Wein.

Die Wahrung eines gesundes Maßes von Eifersucht ist allerdings Voraussetzung für die positive Wirkung. Gemäß einer Überlieferungen [hadith] von Imam Ali (a.) könnte eine übermäßige Ausübung von Ghayra den gegenteiligen Effekt haben und ebenfalls zu Unzucht [zina] führen.

Das Wort „Ghayra“ kommt im Heiligen Quran nicht vor, gilt aber als göttliche Eigenschaft. In zeitgenössischen Interpretationen wird der Begriff auch über die Familie hinaus für die eigene Gemeinschaft, Gesellschaft und Heimat angewandt.

Hüte dich davor, Eifersucht zu zeigen, wenn es fehl am Platz ist, denn das führt bei einer gesunden Frau zu ihrer Krankheit und bei einer Unschuldigen zu Zweifelhaftigkeiten.

Imam Ali (a.) hinterlässt in seiner Anweisung für seinen Sohn Hasan ibn Ali (a.) in Nahdsch-ul-Balagha:

"Hüte dich davor, Eifersucht zu zeigen, wenn es fehl am Platz ist, denn das führt bei einer gesunden Frau zu ihrer Krankheit und bei einer Unschuldigen zu Zweifelhaftigkeiten."

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