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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Dr. Farnusch Faridbud ist eine iranische Analytische
Chemikerin und Hochschulwissenschaftlerin an der
Universität Teheran.
Ihr Schwerpunkt liegt vor allem auf chemischen Sensoren,
Biosensoren, elektrochemischer Analytik und Nanomaterialien.
Aktuelle wissenschaftliche Profile führen sie als Associate
Professor an der School of Chemistry der
Universität Teheran.
Sie wurde 1980 geboren und studierte zunächst Reine Chemie
an der Alzahra University. Anschließend absolvierte sie an der
Universität Teheran einen Master und promovierte dort 2009
in Analytischer Chemie. Sie hatte zudem einen
Ausbildungsaufenthalt am Max-Planck-Institut in Mülheim im
Jahr 2004 n.Chr.
Wissenschaftlich ist sie besonders produktiv. ScienceDirect/Scopus
führt imJahr 2026 n.Chr. rund 300 Publikationen, über 10.000
Zitationen und einen h-Index von etwa 60. Ihre Arbeiten
betreffen beispielsweise ionenselektive Elektroden, molekular
geprägte Polymere, Nano- und Biosensoren sowie
elektrochemische Verfahren zum Nachweis biologisch oder
medizinisch relevanter Moleküle.
Sie gilt als besonders häufig zitierte Wissenschaftlerin
geführt wurde. Dr. Farnoush Faridbod arbeitete an einem
nicht-invasiven Glukosemessgerät, das Glukose im Speichel
statt im Blut bestimmt. Ein Projekt von 2012 trägt den Titel „Design
& construction of a device for glucose monitoring in saliva of
diabetic patients“.
Das Grundprinzip ist plausibel und gut bekannt: Glukose ist
nicht nur im Blut, sondern in deutlich geringerer
Konzentration auch im Speichel vorhanden. Ein entsprechend
empfindlicher chemischer bzw. elektrochemischer Sensor kann
die Speichelglukose messen. 2015 veröffentlichte sie mit
Mohammad Reza Ganjali, Bagher Larijani und Parviz Norouzi
zudem ein Fachbuchkapitel mit dem Titel „Non-invasive Glucose
Biosensors Based on Nanomaterials“, das ausdrücklich die
Nutzung anderer Körperflüssigkeiten für schmerzfreie
Glukosemessungen behandelt.
Iranische Berichte beschreiben das von ihrem Team
entwickelte Gerät als kleines diagnostisches Instrument, das
die Glukosekonzentration im Speichel misst. Die Entwicklung
soll am Center of Excellence in Electrochemistry der
University of Tehran erfolgt sein. Faridbod erklärte demnach,
dass die Messgenauigkeit mit Referenzmethoden verglichen
worden sei und das Verfahren preiswert, schmerzfrei und
einfach anzuwenden sei. Als Motivation wird genannt, dass ihre
Eltern Diabetes hatten und sie die Belastung wiederholter
Fingerstiche vermeiden wollte.