Firuzabadi
Firuzabadi

Aussprache: al-firuuz aabaadiy
arabisch:
الفيروزآبادي
persisch:
فیروزآبادی
englisch: Firouzabadi

1329 - 1414 n.Chr.

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Firuzabadi, auch al-Fayruzabadi geschrieben, war Lexikograph und Verfasser von al-Qamous (Das Wörterbuch), ein umfassendes und fast fünf Jahrhunderte lang am weitesten verbreitetes arabische Wörterbuch.

Sei eigentlicher Name war Abu al-Tahir Madschid al-Din Muhammad ibn Yaqub ibn Muhammad ibn Ibrahim al-Schirazi al-Firuzabadi. Er war vor allem bekannt als Muhammad ibn Yaqub al-Firuzabadi.

Seine Bezugsnamen „al-Schirazi“ und „al-Firuzabadi“ beziehen sich auf die Städte Schiraz (nahe Kazerun, seinem Geburtsort) und Firuzabad (die Heimatstadt seines Vaters).

Firuzabadi wurde in Kazerun geboren und in Schiraz, Al-Wasit, Bagdad und Damaskus ausgebildet. Er verbrachte zehn Jahre in Jerusalem, bevor er nach Ägypten reiste und sich ab 1368 n.Chr. für fast drei Jahrzehnte in Mekka niederließ. Von Mekka aus besuchte er in den 1380er Jahren Delhi. Er verließ Mekka Mitte der 1390er Jahre und kehrte nach Bagdad zurück, dann nach Schiraz, wo er von Tamerlan (Timur Lenk) empfangen wurde und reiste schließlich weiter nach Ta'izz im Jemen. Im Jahr 1395 wurde er von Al-Aschraf Umar II. zum obersten Richter des Jemen ernannt, der ihn einige Jahre zuvor aus Indien berufen hatte, um in seiner Hauptstadt zu lehren. Al-Aschrafs Heirat mit einer Tochter von Firuzabadi trug zu Firuzabadis Ansehen und Macht am königlichen Hof bei. In seinen späteren Jahren baute Firuzabadi sein Haus in Mekka um zu einer Schule und ernannte drei Lehrer, die dort gemäß der Rechtsschule der Malikiten lehren sollten.

Firuzabadi verfasste mehrere Gedichte, in denen er Ibn Arabi für seine Schriften lobte. Ibn Arabis Werke inspirierten Firuzabadi intensives Interesse am Sufismus.

Er starb 1414 n.Chr. und hinterließ ein umfangreiches Werk. Zu seinen Werken zählen unter anderem:

bulletQamus al-Muhit: sein wichtigstes literarisches Erbe ist dieses umfangreiche Wörterbuch, das zwei große Wörterbücher zusammenführt und ergänzt; Al-Muhkam von Ibn Sida (gest. 1066) und Al-Ubab (Al-ʿAbāb al-Zakhr wa al-Lbab al-Fakhr) von al-Saghānī (gest. 1252).
bulletAl-Bulghah fī tārīkh a'imat al-lughah (Al-Bulghah in der Übersetzung von Imamen der Grammatik und Sprache).
bulletItharat al-Hadschun li ziyarat al-Hudschun

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