Der Friedhof Ohlsdorf im Hamburger Stadtteil Ohlsdorf
ist mit 391 ha der flächenmäßig größte
Friedhof
Deutschlands. Er ist in einer schönen Parkanlage gelegen.In
Auflistungen der
Westlichen Welt gilt er als zweit- bzw. drittgrößter
Friedhof
der Welt. Die liegt daran, dass u.a.
Friedhöfe
in der muslimischen Welt gar nicht berücksichtigt werden, wie
z.B. Beheschte-Zehra in
Teheran mit 434 ha.
Bis
2009 wurden auf dem Friedhof Ohlsdorf ca. 1,7 Millionen
Menschen beigesetzt und über das gesamte Areal verteilen sich
280.000 Grabstellen. Zwei Bereiche sind für
Muslime reserviert, wo die
Gräber
in
Gebetsrichtung [qibla] ausgerichtet sind. Da die
Initiative dazu von Iranern in Hamburg erfolgte, wurden die
Areale "iranisch-islamischer Friedhof" genannt, obwohl
inzwischen in den mehr einige Hundert Gräbern auch viele
Nichtiraner begraben sind. Eine Besonderheit des Friedhof
Ohlsdorf besteht darin, dass es auf dem
Friedhof
zulässig ist, Muslime auch ohne Sarg zu bestatten.
Der Friedhof ist aufgeteilt in Areale, die jeweils einer
Kapelle zugeordnet sind. Die zwei muslimischen Bereiche
befinden sich bei der Kapelle 2 an der Nebenallee und bei der
Kapelle 13 an der Mittelallee. Während die ältesten
muslimischen
Gräber
bei Kapelle 2 aus den 1950er Jahren stammen, sind diejenigen
bei Kapelle 13 vom Ende des 20. Jh. und jünger. Die
bekannteste Persönlichkeit des
Islam,
der auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt ist, ist
Abdulkarim Grimm im Areal bei Kapelle 13.
Siehe auch
Bildergalerie zum Friedhof Ohlsdorf Hamburg.
