.Bücher
von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.
Gallipoli (türkisch Gelibolu) ist eine Halbinsel im
europäischen Teil der
Türkei, nordwestlich der
Dardanellen (Çanakkale Boğazı).
Gallipoli gehört zur Provinz
Tschanakkale (Çanakkale) und bildet die nordwestliche Begrenzung der
Meerenge, die das Ägäische Meer mit dem Marmarameer verbindet.
International ist der Name Gallipoli vor allem mit der
Dardanellenkrieg (Schlacht um Gallipoli) im Ersten
Weltkrieg verbunden. 1915 versuchten britische, französische
sowie australische und neuseeländische Truppen, die
Dardanellen (Çanakkale Boğazı)
zu kontrollieren und einen Zugang nach
Istanbul zu erzwingen. Nach einem gescheiterten
Flottenangriff im März 1915 begannen am 25. April 1915
alliierte Landungen auf der Halbinsel. Es entwickelte sich ein
monatelanger Stellungskrieg mit sehr hohen Verlusten. Die
Alliierten konnten ihre strategischen Ziele nicht erreichen
und räumten Gallipoli schließlich bis Januar 1916.
Für die
Türkei besitzt Gallipoli und damit auch
Tschanakkale (Çanakkale) eine herausragende nationale und
militärhistorische Bedeutung. Die erfolgreichen osmanischen
Abwehrkämpfe gelten als ein zentraler Erinnerungsort der
modernen türkischen Geschichte und sind eng mit dem Aufstieg
Mustafa Kemal Atatürk verbunden. Für Australien und
Neuseeland wiederum wurde die Gallipoli-Kampagne zu einem
prägenden Bestandteil der nationalen Erinnerungskultur,
insbesondere durch die ANZAC-Landungen.
Heute befinden sich auf der Halbinsel zahlreiche türkische,
britische, französische, australische und neuseeländische
Soldatenfriedhöfe, Denkmäler und historische Schlachtfelder.
Gallipoli ist daher zugleich historische Landschaft,
Kriegsgräberstätte und internationaler Erinnerungsort.
Zu den Sehenswürdigkeiten in Gallipoli gehören unter anderem: