Die Märtyrer von Ephesus, die im Islam auch "Gefährten der
Höhle" und Christentum auch Siebenschläfer genannt
werden,
sind sowohl in der
islamischen als auch in der
christlichen Geschichte bekannte Personen.Die sieben Brüder (Maximian,
Malchus, Martinian, Dionysius, Johannes, Serapion und
Constantin) werden auf Befehl des römischen Kaisers Decius (Dakyus,
Dakinus) in
einer Grotte bei Ephesus in der heutigen
Türkei im Jahr 251
n.Chr. wegen ihres christlichen Glaubens eingemauert. Sie
hatten sich zu
Gott
bekannt, obwohl die Umgebung noch den
Götzendienst vorzog und die ungerechte Gewaltherrschaft
akzeptierte. Zusammen mit ihnen soll der
Hund
Qitmir
eingemauert worden sein.
Nach 196
Jahren, im Jahr 447 wurde diese Grotte dann zufällig wieder
geöffnet und die sieben Brüder erwachten als
Wunder.
Die Gegend war inzwischen christianisiert worden und so wurden
sie erlöst und nach ihrem kurz darauf erfolgenden
Ableben zu
Märtyrern erklärt. Der
Heilige Qur'an weist darauf hin, dass über die genaue
Anzahl der so genannten Siebenschläfer Unstimmigkeit herrscht
(vgl. 18:22). Die ganze
Sure
18 ist nach der Höhle [kahf] benannt. Neben der Wunderwirkung
für die damaligen Menschen, sehen
Muslime in dem langen Leben jener Heiligen in der
Verborgenheit auch Hinweise auf
Imam
Mahdi (a.).
Der Gedenktag der Sieben Märtyrer ist im
Christentum der 27. Juni. Die Siebenschläferhöhle wurde im
Jahr 1926 wieder entdeckt und wird immer wieder restauriert.
In 2002 wurde in der
Islamischen Republik Iran ein mehrstündiger Film über die
Gefährten der Höhle gedreht, der in sehr viele muslimische
Sprachen übersetzt wurde.

Vermutete Höhle der Gefährten der Höhle in der
Nähe von Ephesus, Türkei