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Hacı Bekir Efendi war der mütterliche Großvater von
Feldmarschall Fevzi Tschakmak (Çakmak) und eine
bemerkenswerte religiös-gelehrte Persönlichkeit des 19. Jh.
n.Chr im untergehenden
Osmanischen Reich.
Er ist bekannt als Varnalı Müftü Hacı Bekir Efendi (Hacı
Bekir Efendi, der Mufti aus Varna). Seine Tochter Hasene Hanım
war die Mutter von
Fevzi Tschakmak (Çakmak).
Fevzi Tschakmak (Çakmak) hat bei seinem Großvater Hacı
Bekir Efendi
Arabisch,
Persisch und
Islamische Rechtswissenschaft [fiqh] gelernt. Hacı Bekir
Efendi soll ihn auch an
Mystik
[tasawwuf] herangeführt und ihm den Beinamen „Fevzi“
gegeben haben.
Er war unter anderem Tophane Müftüsü (Mufti von Tophane in
Istanbul). Regelmäßig soll er die Kâdirîhâne Tekke besucht
habe.
Er kam wohl 1808 n.Chr. aus Varna nach
Istanbul um seine Ausbildung dort fortzusetzten. Er hielt
sich anschließend auch in
Bagdad
auf. Nach der Auflösung der
Janitscharen 1826 kehrte er offenbar zunächst nach Varna
zurück. Später gelangte er im Zusammenhang mit den Kämpfen
gegen Ibrahim Pascha nach
Ägypten und soll dort seine Ausbildung an der
Al-Azhar-Universität vervollständigt haben. Nach seiner
Rückkehr nach
Istanbul heiratete er Fitnat Hanım, eine Tochter von
Şumnulu Fevzi Bey, und übte zeitweise das Amt des
Tophane-Muftis aus.
Er soll an einer verschwörerischen Unternehmen gegen Sultan
Abdülmecit I. beteiligt gewesen sein. Hacı Bekir Efendi
habe dabei eine bedeutende Rolle gespielt und sei deshalb nach
Limnos (Limni) verbannt worden. Während seiner Haft bzw.
Verbannung lernte er Çakmakoğlu Hüseyin Derviş Kaptan kennen.
Aus dieser Verbindung entwickelte sich später offenbar die
familiäre Verbindung, aus der
Fevzi Tschakmaks (Çakmak) Eltern hervorgingen.
Er ist um 1887 gestorben und wurde im
Tschakmak-Familiengrab (Çakmak Aile Mezarlığı) beigesetzt.
An der Seite gibt es ein gesondertes Hinweisschild für seine
Tochter Aysche Schahver, die am 18. März 1941 gestorben ist.


Fotos Y.Özoguz (2026 n.Chr.)