Haci Bekir Efendi
Haci Bekir Efendi

Aussprache: al-hadsch bakr afandiy
arabisch:
الحاج بكر أفندي
persisch:
حاجی بکر افندی
englisch:
Hacı Bekir Efendi

??? - ca. 1887 n.Chr.

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Hacı Bekir Efendi war der mütterliche Großvater von Feldmarschall Fevzi Tschakmak (Çakmak) und eine bemerkenswerte religiös-gelehrte Persönlichkeit des 19. Jh. n.Chr im untergehenden Osmanischen Reich.

Er ist bekannt als Varnalı Müftü Hacı Bekir Efendi (Hacı Bekir Efendi, der Mufti aus Varna). Seine Tochter Hasene Hanım war die Mutter von Fevzi Tschakmak (Çakmak). Fevzi Tschakmak (Çakmak) hat bei seinem Großvater Hacı Bekir Efendi Arabisch, Persisch und Islamische Rechtswissenschaft [fiqh] gelernt. Hacı Bekir Efendi soll ihn auch an Mystik [tasawwuf] herangeführt und ihm den Beinamen „Fevzi“ gegeben haben.

Er war unter anderem Tophane Müftüsü (Mufti von Tophane in Istanbul). Regelmäßig soll er die Kâdirîhâne Tekke besucht habe.

Er kam wohl 1808 n.Chr. aus Varna nach Istanbul um seine Ausbildung dort fortzusetzten. Er hielt sich anschließend auch in Bagdad auf. Nach der Auflösung der Janitscharen 1826 kehrte er offenbar zunächst nach Varna zurück. Später gelangte er im Zusammenhang mit den Kämpfen gegen Ibrahim Pascha nach Ägypten und soll dort seine Ausbildung an der Al-Azhar-Universität vervollständigt haben. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul heiratete er Fitnat Hanım, eine Tochter von Şumnulu Fevzi Bey, und übte zeitweise das Amt des Tophane-Muftis aus.

Er soll an einer verschwörerischen Unternehmen gegen Sultan Abdülmecit I. beteiligt gewesen sein. Hacı Bekir Efendi habe dabei eine bedeutende Rolle gespielt und sei deshalb nach Limnos (Limni) verbannt worden. Während seiner Haft bzw. Verbannung lernte er Çakmakoğlu Hüseyin Derviş Kaptan kennen. Aus dieser Verbindung entwickelte sich später offenbar die familiäre Verbindung, aus der Fevzi Tschakmaks (Çakmak) Eltern hervorgingen.

Er ist um 1887 gestorben und wurde im Tschakmak-Familiengrab (Çakmak Aile Mezarlığı) beigesetzt. An der Seite gibt es ein gesondertes Hinweisschild für seine Tochter Aysche Schahver, die am 18. März 1941 gestorben ist.

Fotos Y.Özoguz (2026 n.Chr.)

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