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Hanzala ibn Safwan, teilweise verkürzt als „Prophet Safvan“
wiedergegeben, ist eine Gestalt der späteren islamischen
Überlieferung. Er wird dort als
Prophet der
Gefährten des Brunnens [ashab-ur-Rass] bezeichnet.
Der
Heiligen Quran erwähnt die
Gefährten des Grabens [ashab-ul-uchduud] in 25:38 und
50:12, nennt jedoch weder ihren
Propheten noch ihre genaue Geschichte. Der Name Hanzala
ibn Safwan erscheint erst in späteren Chroniken und
Prophetenerzählungen.
Ibn Kathir berichtet unter Berufung auf ältere
Geschichtswerke,
Gott
habe ihn zu diesem Volk gesandt. Sie hätten ihn jedoch
verleugnet und getötet. Die
Überlieferung [hadith] besitzt keine allgemein anerkannte,
zuverlässig belegte
Überlieferungskette [isnad]. Deshalb gilt seine Existenz
als
Prophet historisch und überlieferungskritisch als nicht
gesichert.
In bestimmten volkstümlichen und literarischen Fassungen
wird Hanzala ibn Safwan mit dem sagenhaften
Anka-Vogel verbunden. Der Vogel soll Menschen oder Tiere
fortgetragen und dem Volk geschadet haben. Daraufhin habe der
Prophet Hanzala gegen ihn gebetet, woraufhin der Vogel
vernichtet oder aus der Welt entfernt worden sei.
Nach den Berichten von
Al-Masudi in seinem Werk Murudsch ad-Dahab stammte
Hanzala ibn Safwan aus der Linie des Propheten
Ismael
(a.). Man geht allgemein davon aus, dass er entweder
während der
Zwischenzeit oder in weit zurückliegender vorislamischer
Zeit lebte.
Das Volk, zu dem er gesandt wurde, die
Gefährten des Brunnens werden im
Heiligen Quran an zwei Stellen genannt:
Die
Sünde des Volkes bestand darin, dass die Gemeinschaft sich
weigerte, auf den
Propheten Hanzala ibn Safwan zu hören, der ihnen die
Botschaft des
Monotheismus überbrachte. Sie verfolgten ihn und töteten
ihn, indem sie ihn entweder in einen Brunnen warfen oder bei
lebendigem Leib begruben. Aufgrund dieser Vermessenheit wurde
das Volk vernichtet.
Die Geschichte von Hanzala ibn Safwan wird oft verbunden
mit Legenden zum
Anka-Vogel.
In
Zübdetü’t-Tevarih gibt es eine Darstellung zu
Hanzala ibn Safwan mit einem
Anka-Vogel.

Osmanische Miniatur aus
Zübdetü’t-Tevarih (17. Jh. n.Chr.)