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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Hasan Boguldu Naturteich (Hasan Boğuldu Göleti) ist ein
natürliches Felsbecken bzw. ein kleiner natürlicher Pool in
einem Gebirgsbach, eingebettet in die Kazdağları bei Edremit.
Der türkische Begriff gölet kann zwar „Teich“ oder „kleiner
Stausee“ bedeuten, aber hier handelt es sich um ein
natürliches, von kaltem Bergwasser gespeistes Becken in einer
felsigen Bachlandschaft. Der Name bedeutet: „Teich, in dem
Hasan ertrank“.
Der Naturkomplex liegt in der Provinz Balıkesir, im
Landkreis Edremit, am Fuß des Kazdağı, des antiken
Ida-Gebirges. Das Gebiet gehört zur Landschaft des
Kazdağı-Nationalparks.
Unmittelbar damit verbunden ist der Sütüven-Wasserfall (Sütüven
Şelalesi). Beide Sehenswürdigkeiten werden häufig gemeinsam
als „Sütüven Şelalesi – Hasan Boğuldu Göleti“ geführt.
Heute ist es in erster Linie ein Natur- und Ausflugsziel.
Besucher kommen wegen des klaren, sehr kalten Bergwassers, der
Felsen, des Waldes, des benachbarten Wasserfalls und der
Hasan-und-Emine-Legende.
Die Legende zum Teich, in dem Hasan ertrank geht auf eine
Liebesgeschichte zurück. Demnach verlieben sich Hasan, ein
junger Mann aus dem Tiefland, und Emine, eine Yörük-Frau aus
den Bergen, ineinander. Emines Familie zweifelt daran, dass
Hasan dem harten Leben in den Bergen gewachsen ist. Er soll
deshalb als eine Art Bewährungsprobe einen schweren Sack – in
vielen Fassungen einen Sack Salz – den Berg hinauftragen. Auf
dem beschwerlichen Weg bricht Hasan in der Gegend des
damaligen Gökbüvet erschöpft zusammen. Die Legende erzählt
weiter, dass Hasan dort ums Leben kommt bzw. im Wasser
ertrinkt. Emine sucht ihn später verzweifelt und findet am
Gökbüvet nur noch sein Hemd und ein Tuch, das sie ihm gegeben
hatte. Schließlich nimmt auch sie sich an einem nahe gelegenen
Baum das Leben. Seitdem, so die örtliche Überlieferung, heißt
Gökbüvet „Hasan boğuldu“ (Has ist ertrunken) und der Baum „Emine
Çınarı“ (Emines Platane).
Das umliegende Besucherareal ist heute für Besucherströme
ausgelegt und verfügt über Picknick- und Grilltische,
Toiletten einschließlich barrierefreier Toilette, Gebetsraum,
Babyraum, Restaurant, Kiosk sowie einen kleinen Markt mit
regionalen Produkten. Das Gebiet gehört den türkischen
Nationalparkbehörden; der touristische Bereich wird nach
Betreiberangaben von einem privaten Betreiber geführt.