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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Ardaschir Husainpur war ein iranischer Physiker und
Hochschullehrer mit Schwerpunkt Elektromagnetismus sowie
Nuklearphysik und -technik. Er wurde vermutlich vom israelischen
Geheimdienst Mossad ermordet.
Er ist am 22. Dezember 1962 (1. Dey 1341) geboren, aber die
Ortsangaben zu seinem Geburtsort sind widersprüchlich. Husainpur
begann 1984 n.Chr. sein Studium an der Universität Schiras. Über
seine Abschlüsse bestehen wiederum Abweichungen: Häufig wird ein
Studium der Elektrotechnik und anschließend der Kernphysik
genannt; andere Quellen sprechen von einer Promotion in Physik
beziehungsweise Kernphysik im Jahr 2002 n.Chr. Die Unklarheit
bezüglich der Informationen in der Öffentlichkeit sind auf die
sensible Tätigkeit zurückzuführen, in der er später gearbeitet
hat.
Er lehrte unter anderem an der Universität Schiras und an der
Malek-Ashtar-Universität und wurde mit Arbeiten im Umfeld des
iranischen Nuklearprogramms in Verbindung gebracht. Berichten
zufolge war er außerdem am Nukleartechnologiezentrum in
Isfahan
tätig. Einige Quellen schreiben ihm eine Mitwirkung an der
Gründung eines nukleartechnischen Forschungszentrums in Isfahan um
2005 zu. Seine öffentlich auffindbaren wissenschaftlichen Arbeiten
betreffen vor allem: magnetische Werkstoffe, Barium- und
Strontiumferrite, Magnetit, elektromagnetische
Materialeigenschaften.
Ihm werden mehrere iranische Forschungs- und
Wissenschaftsauszeichnungen zugeschrieben, darunter eine
Platzierung beziehungsweise Auszeichnung beim Khwarizmi-Festival
und bei einem Forschungsfestival des iranischen
Verteidigungsministeriums.
Bekannt wurde er vor allem durch seinen ungeklärten Tod am
15. Januar 2007. Iranische staatliche Stellen berichteten
damals von einer Gasvergiftung. Die New York Times
beanspruchte, dass die Tötung auf den Mossad zurückzuführen
sei. Auch die israelische Tageszeitung Haaretz berichtete von
Vorwürfen, der Atomphysiker sei im Auftrag des Mossads
ermordet worden.
Laut anderen Universitätsprofessoren war Husainpur am
Morgen vor dem Attentat auf dem Höhepunkt der Gesundheit und
in wissenschaftlichen Aktivitäten engagiert. Husainpur leblose
Leiche wird von seiner Frau Sara Iraqi gefunden.
Iranische Stellen bestritten zunächst die Verwicklung des
Mossad um gravierende eigene Sicherheitsmängel zu vertuschen.
Mahboubeh, die Schwester von Ardaschir Husainpur, die seit
vielen Jahren in den USA lebt und Gegnerin der
Islamischen Revolution ist, behauptete in einem Interview,
dass die
Pasdaran ihren Bruder getötet hätten, weil er nicht mit
ihnen kooperiert habe. Die Behauptung wurde selbst in der
Westlichen Welt nicht weiter verfolgt, da sie jeglicher
Glaubwürdigkeit entbehrte.