AtillaIlhan
Atilla Ilhan (Attila İlhan)

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??? - ??? n.d.H.
15.6.1925 - 10.10.2005 n.Chr.

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Attila Ilhan war ein türkischer Schriftsteller. Er galt als Lyriker, Essayist, Romancier und Journalist. Mehrere seiner Werke wurden verfilmt, wobei er für einige selbst das Drehbuch schrieb.

Er wurde am 15. Juni 1925 in Menemen in der Provinz Izmir geboren. Als 16-jähriger Gymnasiast des Izmir Atatürk Gymnasiums wurde er verhaftet, weil er verbotene Gedichte von Nazim Hikmet vorgelesen hatte. Er wurde der Schule verwiesen und saß zwei Monate im Gefängnis. Erst drei Jahre später durfte er ab 1944 wieder ein Gymnasium besuchen und erlangte am Istanbul Işık Gymnasium 1946 das Abitur, wobei er erfolgreich bei Literaturwettbewerben abschnitt. Anschließend begann er ein Jurastudium an der Universität Istanbul, währenddessen er seine ersten Gedichte veröffentlichte. Er unterbrach sein Studium, um nach Paris zu reisen. Nach seiner Rückkehr hatte er mehrmals Probleme mit den türkischen Behörden und wurde mehrmals festgenommen und eingesperrt. Nach seiner erneuten Flucht nach Paris, lernte er den Marxismus kennen. Zurück in der Türkei fing er an bei der Zeitung Vatan als Journalist zu arbeiten.

Unter dem Decknamen Ali Kaptanoglu hat er nach seinem Militärdienst etwa 15 Drehbücher geschrieben, war aber nicht erfolgreich. 1960 fuhr er erneut nach Paris, kehrte jedoch nach Izmir zurück, da sein Vater gestorben war. Er blieb acht Jahre in Izmir und arbeitete als Redakteur der Zeitung Demokrat İzmir. Im Jahr 1968 hat er in Izmir geheiratet.

Im Jahr 1973 ist er als der Berater vom Bilgi Verlag nach Ankara umgezogen und ist bis 1981 dort geblieben. 1981 ist er nach Istanbul gezogen, wo er auch zuvor gearbeitet hatte, und hat bei der Zeitung Milliyet, sowie beim Gelişim Verlag gearbeitet. Es folgten weitere Engagements bei der Zeitung Güneş, der Boulevardzeitung Meydan und der Zeitung Cumhuriyet. Er ist am 10. Oktober 2005 an einem Herzinfarkt gestorben.

Ilhan gilt als Vertreter eines populistischen Antikolonialismus. In seinen letzten Jahren seines Lebens hat er sich gegen den EU-Beitritt der Türkei engagiert.

Vor dem Ipekyolu Atatürk Kunstgalerie (İpekyolu Atatürk Sanat Galerisi) in Van ist ihm eine monumentale Tafel mit seinem Gedicht "Das Gedicht der dritten Person" gewidmet.

Foto Y. Özoguz 2022 n.Chr.

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