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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
"Kein Schaden und keine Schädigung" [la dharara wa la
dhiraar]
ist ein Grundprinzip des
Islam,
welches auf einer
Überlieferung [hadith] des
Propheten Muhammad (s.) beruht, die er gegen
Samura ibn Dschundab geäußert hatte.
Die Langversion lautet „Kein Schaden und keine
Schädigung (ist zulässig) im Islam“ [la dharara wa la
dhiraar
fil islam].
Sinngemäß bedeutet es: „Weder darf jemand
geschädigt werden, noch darf jemand anderen schaden.“ Oder
auch: „Weder Schaden noch Gegenschaden.“ Der Rechtsgrundsatz
dazu lautet: Kein Gesetz oder keine religiöse Verpflichtung
darf einem Muslim (oder anderen) Schaden zufügen. Falls eine
Vorschrift nachweislich zu ernsthaftem Schaden führt, kann sie
aufgehoben, erleichtert oder angepasst werden. Ein Muslim darf
niemandem vorsätzlich Schaden zufügen, sei es materiell,
seelisch oder körperlich. Aber selbst wenn man geschädigt
wurde, darf man nicht rechtswidrig zurückschaden.
In einer Anzahl von
Überlieferungen heißt es, dass er
Dattelpalmen besaß, und dass sein Weg dorthin durch das
Haus eines Medinensers führte, wobei er ohne dessen Erlaubnis
zu seinen Pflanzen zu gehen pflegte. Schließlich sagte ihm der
Medinenser: „Oh Samura, du hörst nicht auf, uns in einem
Zustand zu überraschen, in dem wir nicht überrascht zu werden
wünschen; wenn du also unser Haus betreten willst, dann bitte
um Erlaubnis!“ Er sprach: „Ich frage nicht um Erlaubnis
auf dem Weg, der zu meinen Pflanzungen führt!“ Da
beschwerte sich der Medinenser bei
Prophet Muhammad (s.), und dieser ließ nach Samura
schicken und sprach: „Der und der hat sich über dich
beschwert, und behauptet, du trittst ohne Erlaubnis bei ihm
und seiner Familie ein, bitte ihn also in Zukunft um
Erlaubnis, wenn du sein Haus betreten willst!“ Sumara ibn
Dschumbad sprach: „Oh Allahs Gesandter, soll ich etwa für
den Zugang zu meinen Palmen um Erlaubnis bitten?!“ Darauf
sagte der Prophet: „Lass ihn in Ruhe, du kannst als Ersatz
Palmen an einem anderen Ort da und da bekommen!“ Sumara
ibn Dschumbad sagte: „Nein!“ Dann bat
Prophet Muhammad (s.), dass er den Baum an ihn verkaufen
möge und bot ihm viel Geld, was dieser ablehnte. Dann bot
Prophet Muhammad (s.) ihm einen Baum im
Paradies [dschanna] zum Tausch an, was seinen Einzug ins
Paradies [dschanna] bedeutet hätte.
Da sprach
Prophet Muhammad (s.) zu ihm: „Du bist ein schändlicher
Mann, und kein Schaden und keine Schädigung" [la zarara wa la
ziraar fil islam]“ Und auf Befehl des
Propheten Muhammad (s.) wurden die Palmen ausgerissen und
vor ihn hingeworfen. (Siehe “Al-Kafi“ des “Thiqat al-Islam“
Muhammad ibn Yakub al-Kulaini, Band 5, Seite 294)