Heinrich Kramer

Heinrich Kramer

Aussprache:
arabisch: هينريتش كرامر
persisch:
englisch: Heinrich Kramer

1430 - 1505 n.Chr.

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Heinrich Kramer, auch bekannt als Henricus Institoris, war ein deutscher Dominikaner, der vor allem als Hexenverfolger und Inquisitor bekannt geworden ist.

Er ist um 1430 n.Chr. in Schlettstadt im Elsass in eine arme Familie geboren. Mit fünfzehn Jahren (1445 n.Chr.) trat er in seinem Geburtsort in den Orden der Dominikaner ein. Nach seiner Ausbildung wurde er 1479 auf eigenen Wunsch zum Inquisitor der Ordensprovinz Alemannia bestellt. Im selben Jahr wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Er machte sich einen Namen als Verfolger angeblicher Hexensekten. 1482 wurde er Prior des Dominikanerklosters in Schlettstadt. Bei einem ersten Hexenprozess in Ravensburg ließ er zwei Frauen auf den Scheiterhaufen ermorden. Seine zunehmend brutales Wirken führte zu Protesten in der Bevölkerung, so dass er das Land verlassen musste.

Im Dezember 1468 verfasste er sein berühmtestes Werk "Hexenhammer", welcher durch die neue Buchdruckerkunst weite Verbreitung fand. Das Werk erreichte die für ihre Zeit extrem hohe Auflage von 30.000 Exemplaren und wurde eine Art kirchliches „Hexengesetzbuches“ für Strafrichter an. In diesem Werk beschäftigte er sich auch mit dem Islam und setzte ihn in einen Kontext von Häresie und Abweichung vom Christentum. Dadurch prägte er die Einstellung der Geistlichkeit und damit auch des Volkes gegen den Islam und die Muslime.

Kramer rühmte sich, 200 Hexen verurteilt zu haben und beschuldigte jeden als Ketzer, der die Existenz von Hexen bezweifelte. Er starb 1505 n.Chr.

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