Mahdi Chalissi
Mahdi al-Chalissi

Aussprache:
arabisch: محمد الخالصي
persisch: محمد خالصی‌زاده
englisch:
Mehdi Al-Khalissi

??? - 1925

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Mahdi al-Chalissi, auch bekannt als Muhammad Mahdi Al-Chalissi war ein prominenter Gelehrter [faqih] im Irak während der britischen Besatzung und einer der Anführer der Irakischen Revolution 1920.

Er galt damals als höchstes Vorbild der Nachahmung und zudem Professor und Leiter der Hochschule für Theologie in Kazimein (College of Divinity in Kadhimiya).

Als Autorität der Schiiten genoss er im Zuge des Widerstandes gegen die britischen Besatzer auch das Ansehen der Sunniten. Im Jahr 1922 erließ er ein Rechtsurteil [fatwa], das seinen Anhängern verbot, an den bevorstehenden Wahlen teilzunehmen, damit sie einer von ausländischen Kräften eingesetzten Regierung keine Legitimität verleihen würden. Viele Iraker folgten seinem Aufruf, was zum Scheitern der Wahlen führte. Die britischen Besatzer versuchten, al-Chalissi nach Bombay in Indien zu deportieren, aber eine große Gruppe indischer Muslime traf in den Häfen ein und zwang die Briten, Al-Chalissi auf dem Schiff zu lassen. Anschließend wurde er in einen Hafen in Aden verschleppt.

Dort erhielt er eine Einladung von Scharif Hussein, dem Scharif von Mekka zur Pilgerfahrt [hadsch]. Im Anschluss erhielt Al-Chalissi eine Einladung des damaligen iranischen Außenministers Mohammed Mosaddeq, in den Iran zu kommen, wo viele religiöse Führer aus Nadschaf auf ihn warteten. Ein Mordanschlag im iranischen Hafen von Buschehr gegen ihn schlug fehl. Ein Beamter der iranischen Ölgesellschaft hatte wohl im Auftrag der Briten versucht, ihn zu ermorden, indem er zehn Schüsse auf ihn abfeuerte, die ihn verfehlten. Später lehnte Al-Chalissi das Angebot von König Faisal ab, dass im Exil lebende Gelehrte [faqih]  in den Irak zurückkehren sollten, sofern sie sich nicht in die Politik einmischten.

1925 starb Al-Chalissi überraschend in Maschhad.

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