Mahmud Dschalaluddin
Mahmud Dschalaluddin

Aussprache:
arabisch:
محمود جلال الدين
persisch:
محمود جلال الدين
englisch: Mahmud Jalaleddin

ca. 1750 - 1829 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Mahmud Dschlaluddin (im Türkischen: Mahmud Celaleddin Efendi) war ein Künstler der Kalligraphie unter den Osmanen.

Er soll in der kaukasischen Region Dagestan als Mahmud geboren sein, wobei sein Geburtsdatum unbekannt ist. Es wird auf etwa 1750 geschätzt. Als Junge zog er mit seinem Vater nach Istanbul. Als er begann, als Kalligraph zu arbeiten, nahm er den Namen Dschalaluddin Efendi an.

Er begann seine formelle Ausbildung bei Abdullatif Efendi, einem Schüler von Ak Molla Omer Efendi und Hodscha Rasim Efendi. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über den Stil gab er diesen Unterricht jedoch auf und war größtenteils Autodidakt. Er widmete sich konsequent einer Analyse der Werke des großen Kalligraphen Hafiz Osman aus dem 17. Jh. n.Chr.

Mit der Zeit entwickelte er seinen eigenen Stil und unterrichtete auch mehrere Schüler, zu denen auch Abdülmecit I. gehörte.

Mahmud Dschlaluddin heiratete seine Schülerin Asma Ibret Hanim (geb. 1780). Als ihm zunächst Proben ihrer Schriften gezeigt wurden, waren diese so gut und so untypisch „weiblich“, dass er nicht glaubte, es sei ihre Arbeit. Nach einer Untersuchung war er jedoch von ihrem Talent überzeugt und erklärte sich bereit, sie als Schülerin aufzunehmen. Später heiratete er sie.

Im Laufe seiner Karriere fertigte er viele Gebetbücher, Muraqqa sowie zahlreiche Kunstwerke an. Er fertigte auch viele monumentale Inschriften an, unter anderem Moscheen und Schreine.

Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1829 lebte er in Istavroz (Beylerbeyis heutiger Bezirk Abdullahaga) am BosporusB und wurde im Scheich-Murad-Schrein in der Nähe der Eyüp-Sultan-Moschee beigesetzt. Neben ihm ist seine Frau begraben.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de