Mahmud Ghazan
Mahmud Ghazan

Aussprache: mahmuud ghaazaan
arabisch: محمود غازان
persisch: محمود غزان
englisch:
Mahmud Ghazan

694 - 703 n.d.H.
1295 - 1304 n.Chr.

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Mahmud Ghazan (auch bekannt als Ghazan Chan) war der siebte Herrscher der Ilchane im Iran und regierte von 1295 bis zu seinem Tod im Jahr 1304 n.Chr.

Er ist eine der herausragendsten Figuren in der Geschichte des Mongolenreichs in West-Asien und spielte eine entscheidende Rolle bei der Transformation der Ilchane in der Region.

Geboren im Jahr 1271, war Ghazan ursprünglich ein Buddhist, nahm jedoch den Islam im Jahr 1295 n.Chr. an, kurz bevor er den Thron bestieg. Seine Annahme des Islam wird oft als Wendepunkt in der Geschichte des Ilchane betrachtet, da sie eine signifikante Veränderung in der religiösen Ausrichtung des Reiches markierte. Unter seiner Herrschaft nahm der Islam eine zentrale Rolle in der Staatspolitik ein, und Ghazan selbst förderte aktiv die Kultur und Wissenschaft im Islam.

Ghazan war bekannt für seine Bemühungen, die Wirtschaft des Reiches zu stabilisieren und die Verwaltung zu reformieren. Er unternahm Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarproduktion, standardisierte Maße und Gewichte und führte Reformen im Münzwesen durch. Zudem versuchte er, die Beziehungen zu den mongolischen Reichen in anderen Regionen sowie zu den nicht-mongolischen Staaten, einschließlich der Mamluken in Ägypten und den Christen in Europa, zu verbessern.

Seine militärischen Kampagnen waren überwiegend gegen die Mamluken in Syrien  gerichtet, aber trotz einiger Erfolge konnte er keinen dauerhaften Sieg erzielen. Ghazans Herrschaft ist auch für den kulturellen Austausch und die Förderung von Wissenschaft und Kunst während seiner Zeit bemerkenswert. Er war ein Patron der Gelehrten und Künstler und spielte eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Verbreitung des Islams.

Ghazan Khan starb im Jahr 1304 n.Chr. und wurde in einem Mausoleum in der Nähe von Täbriz beigesetzt. Seine Herrschaft wird oft als eine Blütezeit der Ilchane angesehen, besonders in Bezug auf kulturelle Entwicklung und internationale Diplomatie.

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