Küçük Hüseyin
Mevlana Kütschük Hüseyin Efendi (Mevlânâ Küçük Hüseyin Efendi)

Aussprache: maulaanaa kuudschuuk husayn afandiy
arabisch: 
مولانا كوجوك حسين أفندي
persisch: 
مولانا کوچک حسین افندی
englisch:
Mevlana Kuchuk Huseyin Efendi

1832 - 14.3.1930 n.Chr.

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Mevlana Kütschük Hüseyin Efendi (Mevlânâ Küçük Hüseyin Efendi) war ein bedeutender Scheich des Naqschibandi-Ordens des späten Osmanischen Reichs und der frühen Republikzeit.

Sein eigentlicher Name war Hüseyin Hüsnü Efendi; „Küçük Hüseyin“ (Kleiner Hüseyin) war ein Beiname, offenbar wegen seiner geringen Körpergröße. Als Geburtsjahr wird oft 1832 n.Chr. angegeben. Er soll in Ankara geboren sein.

Nach dem Tod seines Vaters ging er nach Istanbul und arbeitete zunächst als Lehrling bei einem Sattlermeister des Mevlevi-Ordens. 1859 schloss er sich dem Naqschibandi-Hâlidî-Scheich Hacı Feyzullah Efendi an. Nach dessen Tod folgten Mehmed Nuri Edirnevi und anschließend Hasan Visâlî Efendi als seine spirituellen Lehrer. Nach dem Tod Hasan Visâlîs 1902 übernahm Küçük Hüseyin selbst die Aufgabe des Murschid.

Sein Zentrum befand sich nicht in Kocamustafapaşa. Dort nutzte er die Nûh Efendi Medresesi als spirituellen Versammlungsort. Seine Zusammenkünfte galten insofern bemerkenswert, als auch Menschen teilnehmen konnten, die ihm nicht formell als Murid verbunden waren. Hüseyin Vassâf berichtet, dass er 1924 bereits 23 Halifen hatte, also autorisierte Schüler, die seine geistliche Linie weitergeben durften.

Zu seinen bekannten Anhängern bzw. Menschen aus seinem geistlichen Umfeld gehörten Feldmarschall Fevzi Tschakmak (Çakmak) und der Komponist Abdülkadir Töre. In Darstellungen zur Istanbuler Sufi-Geschichte wird Fevzi Tschakmak (Çakmak) ausdrücklich als sein Murid bezeichnet.

Küçük Hüseyin Efendi starb am 14. März 1930, laut TDV im Alter von 98 Jahren. Er wurde im Gümüşsuyu Mezarlığı am Pierre-Loti-Hügel neben seinem zweiten Scheich Mehmed Nûri Efendi beigesetzt. Dieser Bereich ist als „Nakşî Tarlası“ bekannt. Sein Grab ist mit Gittern eingezäunt.

Fotos Y.Özoguz (2026 n.Chr.)

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