Muhammad ibn Uthman
Muhammad ibn Uthman ibn Said

Aussprache: muhammad ibn uthmaan ibn saiyd
arabisch:
محمد بن عثمان بن سعيد
persisch:
محمد بن عثمان بن سعید
englisch: 
Muhammad ibn Othman ibn Sa'id

??? - 305 n.d.H.
??? - 917 n.Chr.

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Abu Dschafar Muhammad ibn Uthman war der zweite der Botschafter [sufara] Imam Mahdis (a.) während der kleinen Verborgenheit.

Sein Vater Uthman ibn Said al-Asadi war der erste der Botschafter, dessen Rolle er nach dessen Ableben 280 n.d.H. übernahm.

Zu seinen Beinamen gehört Abu Dschafar (Vater von Dschafar), al-Amri (weil sein Urgroßvater Amr hieß), al-Asadi (vom Stamm der Banu Asad).

Er führte die rituelle Vollkörperreinigung des Verstorbenen bei seinem Vater durch und begrub ihn. Er erhielt einen Kondolenzbrief von Imam Mahdi (a.). Er hatte bereits Imam Hasan al-Askari (a.) und sowohl er aus auch sein Vater genossen das Vertrauen der Ahl-ul-Bait (a.). Er blieb fast fünfzig Jahre lang Stellvertreter (davon ein Teil zusammen mit seinem Vater und 25 Jahre alleine) und starb im Jahr 305 n.d.H. Er hinterließ einige Bücher mit Sammlungen der Aussprüche der letzten der Zwölf Imame (a.).

Bereits drei Jahre vor seinem Ableben ernannte er Husain ibn Ruh an-Nawbachti zu seinem Nachfolger.

Das Mausoleum des zweiten Safir befindet sich in ar-Rusafa, im Zentrum von Bagdad innerhalb der heutigen Dschamiʿ al-Chillani Moschee [جامع الخلاني].

Das auffälligste äußere Merkmal ist die große türkisfarbene Kuppel, die über dem Moschee- und Schreinkomplex aufragt. Daneben steht ein vergleichsweise kleineres Minarett. Die Außenfassaden bestehen überwiegend aus hellem Ziegelmauerwerk und werden durch spitzbogige Nischen, blau-türkise Fliesenfelder und breite Kalligraphiebänder gegliedert.

Im Inneren befindet sich der eigentliche Haram mit dem Grab umschlossen von einem Zarih, an der Besucher ihre  Audienz [ziyara] verrichten. Der Schrein ist Teil einer aktiven Moschee mit Gebetsräumen, Hof und Bibliothek.

Der heutige Bau ist nicht das ursprüngliche Grabmal aus dem 10. Jh. n.Chr. Der Komplex wurde mehrfach erneuert. Eine größere Erneuerung von Grabstätte erfolgte um 1349 n.d.H.  (ca. 1930–31 n.Chr.). Eine weitere Renovierung der Kuppel fand 1391 n.d.H.  (1971 n.Chr.), finanziert von einem privaten Stifter, statt.

Der Überlieferung [hadith] zufolge wusste der zweite Safir bereits vor seinem Tod, wann er sterben würde, und bereitete sein eigenes Grab und seine Nachfolge vor.

Manche Irakische Historiker behaupten hingegen, dass dort jemand anderes begraben sei, möglicherweise der hanbalitische Gelehrte Abdulaziz ibn Dschafar, bekannt als Ghulam al-Challal.

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