Minu Muhraz
Minu Muhraz

Aussprache: miynuu muhraz
arabisch:
مینو محرز
persisch:
مینو محرز
englisch:
Minoo Mohraz

1946 - heute n.Chr.

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Dr. Minu Muhraz (Minoo Mohraz) ist eine iranische Ärztin und Wissenschaftlerin, die vor allem als Spezialistin für Infektionskrankheiten und HIV/AIDS bekannt wurde.

Sie wurde 1946 in Teheran geboren, studierte Medizin an der Tehran University of Medical Sciences und spezialisierte sich anschließend auf Infektionskrankheiten.

Besonders prägend war ihre Arbeit am Iranian Research Center for HIV/AIDS der Tehran University of Medical Sciences. Internationale und iranische Quellen führen sie als langjährige Leiterin und zentrale Wissenschaftlerin dieses Zentrums.

Sie wurde außerdem dadurch bekannt, dass sie sich in Iran öffentlich für HIV-Aufklärung, Prävention und die Enttabuisierung sexueller Gesundheit einsetzte. Das war gesellschaftlich durchaus bemerkenswert, weil HIV/AIDS und Sexualität dort lange stark tabuisiert waren. Besonders bei HIV/AIDS setzte sie sich für Aufklärung über Sexualität, Kondome und Risikoverhalten ein.

Während der COVID-19-Pandemie gehörte Muhraz außerdem einem iranischen Fachgremium zur Bekämpfung des Coronavirus an. Sie hat über Jahrzehnte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu HIV, Infektionskrankheiten und verwandten Themen veröffentlicht.

Minu Muhraz ist Miterfinderin von IMOD. Für die internationale Patentanmeldung WO 2007/087825 zur Verwendung der Setarud/IMOD-Zusammensetzung bei Immunstimulation bzw. HIV werden sechs Erfinder genannt: Yury Alexevich Novitsky, Hessamedin Madani, Farhad Gharibdoust, Mohammad Farhadi, Bardia Farzamfar und Minu Muhraz. Die Anmeldung stammt vom 31. Januar 2006, die internationale Veröffentlichung erfolgte am 9. August 2007. Minu Muhraz spielte eine führende Rolle bei dessen klinischer Erprobung.

IMOD (auch Setarud, teils IMOD™) ist ein iranisches immunmodulierendes Präparat, das Mitte der 2000er Jahre vor allem als ergänzende Behandlung für Menschen mit HIV/AIDS entwickelt und beworben wurde. Es bestand aus pflanzlichen Extrakten, darunter Rosa canina (Hagebutte), Urtica dioica (Brennnessel) und Tanacetum vulgare (Rainfarn), ergänzt u. a. um Selen.

Die damalige Idee war nicht, HIV direkt abzutöten, sondern das Immunsystem zu modulieren und insbesondere die CD4-T-Zellzahl zu verbessern.

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