Nadschaf ist eine Stadt im
Irak
und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ihre Bekanntheit
verdankt sie dem Mausoleum von
Imam Ali (a.) innerhalb der Stadt. Die an das Mausoleum
gekoppelte Imam-Ali-Moschee ist auch das Zentrum einer
Religions-Hochschule.
Alle Hauptstraßen Nadschafs laufen sternförmig zu dem
Zentrum und enden vor den hohen Mauern, welche die Moschee
schützen.
Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert von dem Kalifen
Harun ar-Raschid gegründet, an der Stelle des Grabes, das
auch vorher
Besuchsstätte [ziyara] und geringfügig besiedelt.
An der
Religions-Hochschule in Nadschaf haben so große Gelehrte
wie
Imam Chomeini gelehrt, wohin er 1965 vom Schah vertrieben
wurde. Bereits 1957 reiste
Imam
Chamene'i (siehe Bild rechts) zu einem Studienaufenthalt
nach Nadschaf.
Die Zerstörung der Mauern der Imam-Ali-Moschee gehört zu
den kleineren
Endzeitzeichen. Im August 2003 verübten Terroristen einen
verheerenden Bombenanschlag auf die Imam-Ali-Moschee. Dabei
wurden 120 Menschen getötet, darunter auch der große Gelehrte
Muhammad Baqr al-Hakim.
