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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Nazik al-Malaika war eine
irakische Dichterin und eine der wichtigsten
Wegbereiterinnen der modernen arabischen freien Versdichtung [asch-schiʿr
al-hurr].
Sie wurde in
Bagdad
geboren und entstammte einer literarisch geprägten Familie;
auch ihre Mutter schrieb Gedichte. Besonders seit den
1940er-Jahren wurde sie dafür bekannt, sich von der
traditionellen, streng einheitlichen arabischen Versmetrik zu
lösen und mit freieren metrischen Formen zu experimentieren.
Ihr Gedicht „al-Kulira“ (die Cholera) [الكوليرا] von 1947
n.Chr. wird häufig als ein Schlüsseltext dieser Entwicklung
genannt.
Nazik al-Malaika starb am 20. Juni 2007 in
Kairo,
nachdem sie dort seit Anfang der 1990er-Jahre gelebt hatte.
Sie wurde westlich von Kairo in einer privaten
Familiengrabstätte neben ihrem Ehemann Abd al-Hadi Mahbuba,
der bereits 2005 gestorben war, begraben.
In
Bagdad wurde ihr zu ehren eine große Statue aufgestellt.
Sie steht heute in der Altstadt von
Bagdad
an der Mutanabbī-Straße im Bereich der historischen
al-Sarāy-Gasse, nahe dem Baghdad Cultural Center. Die Staue
wurde Ende November/Anfang Dezember 2024 offiziell enthüllt.
Im Baghdad Cultural Center an der Mutanabbi-Straße hat eine
Bibliothek und ein kleines Museum für Nazik al-Malaika und
ihren Ehemann eröffnet mit Werken und persönlichen
Gegenständen der Dichterin.
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Mausoleum des
Uthman ibn Said.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)