Nuri Balandschi
Maryam Nuri Balandschi

Aussprache: maryam nuuriy balaandschiy
arabisch:
مریم نوری بالانجی
persisch:
مریم نوری بالانجی
englisch:
Maryam Nouri Balanji

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Dr. Maryam Nuri Balandschi ist eine iranische Forscherin aus dem Bereich Fischerei, Aquakultur und marine Biotechnologie.

Sie ist Direktorin für Fischerei und Landwirtschaft der Qeshm Free Zone Organization auf der Insel Qeshm.

Ihr wissenschaftlicher Hintergrund liegt zunächst deutlich im Bereich Meeres- und Fischereiwissenschaften. Eine ihrer auffindbaren Arbeiten beschäftigt sich etwa mit der ökologischen Standortwahl für die Käfighaltung von Zackenbarschen rund um Qeshm mithilfe von GIS; dort wird sie der Fakultät für Meereswissenschaften und -technologien der University of Hormozgan zugeordnet.

Bekannter wurde sie zuletzt durch zwei Erfindungsprojekte im Bereich marine Biomedizin. 2023 wurde über eine von ihr mitentwickelte Zusammensetzung auf Basis von Chitosan aus Garnelenschalen berichtet, die für die Regeneration von Knochengewebe – etwa bei Frakturen, Osteoporose oder degenerativen Knochenveränderungen – vorgesehen sein soll. Für diese Arbeit erhielt sie nach eine Goldmedaille beim World Invention Intellectual Property Associations/WIPA-Wettbewerb 2023 in Taiwan.

2025 erhielt sie erneut große mediale Aufmerksamkeit durch ein experimentelles Krebspräparat aus Zucker-/Polysaccharidverbindungen der Seegurke Holothuria scabra. Das Projekt gewann beim Silicon Valley International Invention Festival (SVIIF) 2025 eine Goldmedaille. Balanji arbeitete dabei laut Berichten mit Mitarbeitern iranischer Freihandelszonen und Fachleuten aus Kanada zusammen.

Bei der von Maryam Nouri Balanji vorgestellten Entwicklung handelt es sich laut den Berichten um ein experimentelles Präparat auf Basis von Zucker- bzw. Polysaccharidverbindungen aus der Seegurke Holothuria scabra, die an den Küsten von Qeshm vorkommt. Das Präparat soll sowohl oral als auch injizierbar formuliert werden können. Die Berichte behaupten eine Hemmung des Wachstums von Krebszellen und teilweise sogar die „Eliminierung verschiedener Tumoren“.

Holothuria scabra enthält mehrere biologisch aktive Stoffklassen, für die antitumorale Wirkungen in Zellkultur nachgewiesen wurden. Dazu gehören insbesondere Triterpenglykoside/Saponine wie Scabraside D, Holothurin A3/A4 und verwandte Verbindungen. Diese können bei verschiedenen Krebszelllinien Apoptose auslösen, also programmierten Zelltod, und die Zellproliferation hemmen.

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