.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Masud Pazaschkian (oder Pezeschkian), ist ein prominenter Politiker, Arzt und
neunter
Präsident der Islamischen Republik Iran.
Er ist 29.9.1954 n.Chr. in
Täbriz geboren. Seine medizinische Karriere mündete in die
Professur für Herz- und Thoraxchirurgie an der Tabriz
Universität für Medizinwissenschaften.
Pazaschkian begann seine politische Karriere als Minister
für Gesundheit und medizinische Bildung von 2001 bis 2005 im
Kabinett von
Seyyid Muhammad Chatami.
Danach diente er als Abgeordneter in der
Islamischen Beratungsversammlung (Madschlis/Parlament), wo
er verschiedene Wahlkreise wie
Täbriz, Osku und Azarschahr vertrat. Er war auch erster
stellvertretender Sprecher des Parlaments von 2016 bis 2020
n.Chr.
Pazaschkian hat sich stark für die Verbesserung der
Verteidigungsfähigkeit der
Islamischen Republik Iran eingesetzt und betont die
Bedeutung der nationalen Sicherheit. Er hat auch betont, dass
die Weiterentwicklung der Verteidigungsindustrie des Landes
dazu beigetragen hat, feindliche Pläne zu vereiteln und das
Land vor Invasionen zu schützen.
Darüber hinaus ist er ein aktiver Befürworter
internationaler Zusammenarbeit in Gesundheitsfragen und hat
sich für die Bekämpfung des Drogenproblems eingesetzt, wobei
er betont, dass dieses Problem eher als gesundheitliches
als kriminelles Problem betrachtet werden sollte.
Neben seiner politischen Arbeit hat Pazaschkian zahlreiche
wissenschaftliche Arbeiten und Bücher zu politischen und
medizinischen Themen veröffentlicht. Seine wissenschaftlichen
Beiträge umfassen Artikel über politische Theorien im
Islam
und Fragen der öffentlichen Gesundheit.
Im Juni 2024 registrierte sich Pazaschkian als Kandidat für
die Präsidentschaftswahlen im Iran, die nach dem
Hubschrauberabsturz von Varzaqan 2024 und dem Unfalltod
von Präsident
Ibrahim Raisi notwendig geworden waren. Er wurde vom
Wächterrat als Kandidat zugelassen und erhielt im ersten
Wahlgang die meisten Stimmen. Er kam in die Stichwahl gegen
Said Dschalili und gewann diese am 5.7.2024. Damit wurde
er zum neunten
Präsidenten der Islamischen Republik Iran.
In der
Westlichen Welt wird er als "Reformer" bezeichnet. Er
setzte sich für die Rechte der ethnischen Minderheiten im Iran
ein und unterstützte die Umsetzung von
Artikel 15 (Offizielle Sprache, Schrift, Zeitrechnung und
Flagge des Landes) der
Verfassung der Islamischen Republik Irani, der die Nutzung
und den Unterricht lokaler und ethnischer Sprachen erlaubt.
Besonders unterstützt er den Unterricht der
aserbaidschanischen Sprache in iranischen Schulen.
Masud Pazaschkian hat in seinem persönlichen Leben eine
tragische Familiengeschichte: 1993 n.Chr. verlor er seine Frau
und eines seiner Kinder bei einem Autounfall. Er zog seine
verbleibenden Kinder alleine groß. Seine Tochter Zahra
Pazaschkian hat einen Master-Abschluss in Chemie von der
Scharif Universität für Technologie und arbeitete bei
Dscham Petrochemical.