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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Orhan Peker war ein bedeutender türkischer Maler der Moderne,
den viele heute als einen der eigenständigsten und
charakteristischsten Künstler der türkischen Malereigeschichte
sehen.
Er ist am 27. Mai 1927 in
Trabzon geboren. Dort besuchte er die Volksschule und
wechselte dann an das Sankt-Georgs-Austrian High School in
Istanbul (Avusturya Lisesi), das wegen des Kriegs jedoch
schloss. Ab 1946 studierte er an der Istanbul Devlet Güzel
Sanatlar Akademisi im Atelier von Bedri Rahmi Eyüboğlu und
hatte zusätzlich Aufenthalte zu Studienzwecken in Frankreich.
Im Jahr 1947 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „Onlar
Grubu“ („Die Zehner-Gruppe)“ – eine Gruppe um
Bedri-Rahmi-Studenten). Orhan Pekers Werke wurden ab 1951 in
den Staatlichen Bildhauerei- und Malereiausstellungen gezeigt.
1953 eröffnete er seine erste Einzelausstellung.
Im Jahr 1956 nahm er an der Sommerakademie von Oskar
Kokoschka in Salzburg teil. 1965 gewann er mit dem Bild „Beyaz
Atlar“ (Weiße Pferde) den 1. Preis bei der Staatlichen
Malerei- und Skulpturenausstellung. 1966 wurde er in der
Türkei zum „Malers des Jahres“ gewählt.
Er erhielt untern anderem einen Erfolgspreis der TRT für
ein Portrait von
Aschik
Veysel. Das Bild ist im
Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara
ausgestellt (siehe Foto). Zudem erhielt er einen 1. Preis des
Bauministeriums für ein Wandbild-Projekt. In den 1970er Jahren
arbeitete er längere Zeit in Ayvalık, wo viele seiner späten
Werke entstanden.
Er gilt als „Siyah-Beyaz Ustası“ (Meister von
Schwarz-Weiß). Zahlreiche Arbeiten arbeiten stark mit
Kontrasten, Strukturen und reduzierten Farbpaletten. Typisch
für seine Gemälde sind: Pferde (Pferdekopf-Studien,
Arbeitspferde), Vögel (Tauben), Katzen, ländliche Motive,
Landschaften und Stillleben (z.B. Sonnenblumen). Sein Malstil
nutzt Farb- und Formfelder, Flecken, Texturen, aus denen sich
Figuren erst beim Hinsehen bilden, oft halb-abstrakt, mit
starker persönlicher Handschrift.
In der heutigen Rezeption wird Orhan Peker oft als „Genie“
und ganz eigene „Stufe“ der türkischen Malerei bezeichnet;
seine Bilder erzielen auf Auktionen inzwischen sehr hohe
Preise.
Er ist 1978 in
Istanbul gestorben.

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)