Orhan Peker
Orhan Peker

Aussprache: uurhaan bakar
arabisch:
أورهان بكر
persisch:
أورهان پكر
englisch: Orhan Peker

??? - ??? n.d.H.
1882 - 1978 n.Chr.

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Orhan Peker war ein bedeutender türkischer Maler der Moderne, den viele heute als einen der eigenständigsten und charakteristischsten Künstler der türkischen Malereigeschichte sehen.

Er ist am 27. Mai 1927 in Trabzon geboren. Dort besuchte er die Volksschule und wechselte dann an das Sankt-Georgs-Austrian High School in Istanbul (Avusturya Lisesi), das wegen des Kriegs jedoch schloss. Ab 1946 studierte er an der Istanbul Devlet Güzel Sanatlar Akademisi im Atelier von Bedri Rahmi Eyüboğlu und hatte zusätzlich Aufenthalte zu Studienzwecken in Frankreich.

Im Jahr 1947 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „Onlar Grubu“ („Die Zehner-Gruppe)“ – eine Gruppe um Bedri-Rahmi-Studenten). Orhan Pekers Werke wurden ab 1951 in den Staatlichen Bildhauerei- und Malereiausstellungen gezeigt. 1953 eröffnete er seine erste Einzelausstellung.

Im Jahr 1956 nahm er an der Sommerakademie von Oskar Kokoschka in Salzburg teil. 1965 gewann er mit dem Bild „Beyaz Atlar“ (Weiße Pferde) den 1. Preis bei der Staatlichen Malerei- und Skulpturenausstellung. 1966 wurde er in der Türkei zum „Malers des Jahres“ gewählt.

Er erhielt untern anderem einen Erfolgspreis der TRT für ein Portrait von Aschik Veysel. Das Bild ist im Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara ausgestellt (siehe Foto). Zudem erhielt er einen 1. Preis des Bauministeriums für ein Wandbild-Projekt. In den 1970er Jahren arbeitete er längere Zeit in Ayvalık, wo viele seiner späten Werke entstanden.

Er gilt als „Siyah-Beyaz Ustası“ (Meister von Schwarz-Weiß). Zahlreiche Arbeiten arbeiten stark mit Kontrasten, Strukturen und reduzierten Farbpaletten. Typisch für seine Gemälde sind: Pferde (Pferdekopf-Studien, Arbeitspferde), Vögel (Tauben), Katzen, ländliche Motive, Landschaften und Stillleben (z.B. Sonnenblumen). Sein Malstil nutzt Farb- und Formfelder, Flecken, Texturen, aus denen sich Figuren erst beim Hinsehen bilden, oft halb-abstrakt, mit starker persönlicher Handschrift.

In der heutigen Rezeption wird Orhan Peker oft als „Genie“ und ganz eigene „Stufe“ der türkischen Malerei bezeichnet; seine Bilder erzielen auf Auktionen inzwischen sehr hohe Preise.

Er ist 1978 in Istanbul gestorben.

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

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