Quatremere
  Quatremere

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12.7.1782 - 18.9.1857

Étienne Marc Quatremère war ein französischer Orientalist, der die Universalgeschichte (Dschami' at-Tawarich) von Raschiduddin ins Französische übertragen hat.

Quatremère ist am 12.7.1782 in einer jansenitischen Familie in Paris geboren; sein Vater wurde während der französischen Revolution getötet.  Er lernte an der "École Speciale des Langues Orientales" (Spezialschule der orientalischen Srpachen) Arabisch bei Silvestre de Sacy und wurde 1809 Professor der griechischen Literatur an der Fakultät zu Rouen. 1819 folgte die Professur der semitischen Sprachen am Collège de France zu Paris. Zudem wurde er 1853 auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und erlangte auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad. Er starb am 18. September 1857 in Paris.

Er ist selbst Autor zahlreicher Werke insbesondere über Ägypten wie z.B.:

bulletRecherches sur la langue et la littérature de l'Égypte (Paris 1808)
bulletMémoires géographiques et historiques sur l'Égypte in zwei Bänden (Paris 1811)
bulletObservations sur quelques points de la geographie de l'Égypte (Paris 1812)
bulletMélanges d'histoire et de philologie orientale (Paris 1861, wurde nach einem Ableben von Jules Barthélemy-Saint-Hilaire herausgebracht).

Bekannter ist er aber für seine Übersetzungen:

bulletAhmad Al-Maqrizi: Geschichte der Mamlucken in Ägypten, in vier Bänden. (1837-40).
bulletRaschīd ad-Din: Geschichte der Mongolen ("Collection orientale“). (Paris 1837), eine Übersetzung der Universalgeschichte (Dschami' at-Tawarich).