Ayatollah Dr. Reza Ramezani ist Mitglied in der
Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] und Leiter
des
Islamischem Zentrums Hamburg.Ayatollah Dr. Reza
Ramezani wurde 1963 in der nordiranischen Stadt Rascht
geboren, wo er auch seine reguläre Schulausbildung mit dem
Abitur abschloss, während er aufgrund seines ausgeprägten
Interesses an theologischen Fragestellungen parallel dazu an
der Theologischen Hochschule den Unterricht der renommierten
Theologen und
Rechtsgelehrten [mudschtahid] besuchte und seinen ersten
akademischen Abschluss erwarb.
1983 setzte er seine Studien der Islamischen Wissenschaften
in
Maschhad bei großen Gelehrten und auch dem bekannten
Philosophen Aschtiani fort, und schloss das Hauptstudium 1983
erfolgreich ab. Danach widmete er sich weiterführenden Studien
in den klassischen Disziplinen der islamischen Wissenschaften
bei den renommiertesten Gelehrten. Die
islamische Rechtswissenschaft und
selbständige Rechtsfindung [idschtihad] studierte er u. a.
bei den Gelehrten
Ayatollah Fadhil Lankarani,
Ayatollah Bahdschat,
Ayatollah Nasir Makarim Schirazi, Chorasani und Sobhani.
In den Bereichen Exegese, Philosophie und Gnostik zählten die
Gelehrten Javadi Amoli, Allameh Hassanzadeh Amoli, Ansari
Schirazi, Ahmad Beheschti und Askari Gilani u. a. zu seinen
Lehrern. 1994 schloss er seine Studien zum Theologen und
Rechtsgelehrten mit der Promotion ab. Gleichzeitig lehrte Herr
Dr. Ramezani in den Jahren 1982-2001 verschiedene Disziplinen,
u. a. Literatur, Logik, Exegese, Philosophie, Recht, Ethik,
und Gnosis an verschiedenen Hochschulen in Rascht,
Maschhad und
Qum.
In den Jahren 2001-2005
Vorbeter des
Freitagsgebets [salat-ul-dschuma] in Karadsch; auch in
dieser Zeit setzte er seine Lehrtätigkeit fort. Bereits seit
1988 hatte er neben seinen bereits erwähnten
Dozententätigkeiten an der Universität Karadsch u. a.
islamische Theologie, Historiographie und Methodologie
gelehrt. Darüber hinaus nahm Dr. Ramezani weitere
wissenschaftliche Aufgaben wahr, u. a. als Experte für Ethik
und Bildung im Rundfunksender "Ma‘arif" und als Mitglied der
Arbeitsgruppe für Theologie und Philosophie der
Qur‘anenzyklopädie. Fünf Jahre lang beaufsichtigte er die
Prüfung von Lehrbüchern der Theologischen Hochschule in
Qom, insgesamt 14 Jahre lang äußerte er sich als Experte zu
vielfältigen religiösen Themen im Rundfunk. Seit 1996 ist er
im Vorstand von "Itrat", einer im kulturellen und religiösen
Bereich aktiven Gemeinschaft, und seit 2000 ist ihm das
Institut für Religion und Ethik in Qom unterstellt.
Im Jahre 2000 übernahm er ferner die Leitung des
Islamischen Zentrums Imam Ali in Wien. Er betreute eine
Vielzahl von wissenschaftlichen Abhandlungen und
Dissertationen, und ist zudem seit 2002 Mitglied des
wissenschaftlichen Ausschusses des Forschungsinstituts für
Kultur und Denken des Islam. Seit Mai 2009 ist er Leiter des
Islamischen Zentrums Hamburg.
Ayatollah Dr. Ramezani hat eine Vielzahl von Artikeln und
Schriften in den verschiedensten islamischen Disziplinen
verfasst, wovon einige ausgezeichnet wurden. Dazu zählen u.a.
 | Eine Anschauung des menschlichen Selbst |
 | Die göttlichen Namen aus der Sicht des Qur‘an und der
Mystik |
 | Zwischenmenschliche Beziehungen in der islamischen Ethik |
 | Glaube und Überzeugung in der Aschura-Bewegung. |
 | Die Namen Gottes |
 | Ethik und Mystik |
 | Eine Einführung in die allgemeine Sündenlehre |
 | Religiöse Kulturbildung in der Aschura-Bewegung |
 | Qur‘anrecherchen |
 | Mystisches (Artikelsammlung) |
 | Die Rituale des Freitags |
 | Konvention gegen die Diskriminierung der Frauen - Eine
Reflexion |
 | Die Blüte des Lebens und das junge Leben |
 | Der Ruf des Freitagsgebets |
 | Die ethischen Gedankengänge von Allameh Tabataba‘i. |
 | Eine Einführung in das Rechtsund Ethiksystem der Familie |
 | Über die Heuchelei, Erörterung der Muttaqin-Ansprache |
 | Die Blüte des Lebens und das junge Leben - Darlegung des
Briefes von Imam Ali (a.) an Imam Hasan (a.) |
 | Erläuterung der Sure "die Auferstehung" |