Ridda Kriege
  Ridda-Kriege

Aussprache: huruub ar-ridda
arabisch:
حروب الردة
persisch:
englisch: Ridda-wars

632-634 n.Chr.

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Als Ridda-Kriege wurden die Kriege bezeichnet, die Abu Bakr gegen jene führte, die seiner Ansicht nach unmittelbar nach Prophet Muhammad (s.) vom Islam abgefallen seien. Mit "Ridda" wird Abtrünnigkeit bezeichnet.

Der Anlass war die Weigerung verschiedener arabischer Stämme, die Zakat an Abu Bakr. Sie beriefen sich darauf, dass ihre Treuepflicht Prophet Muhammad (s.) galt und dieser ihnen Imam Ali (a.) als Nachfolger, unter anderem in Ghadir Chum, vorgestellt habe.

Abu Bakr verwies darauf, dass die Zahlung der Zakat eine fundamentale religiöse Verpflichtung sei und definierte die Weigerung als Abtrünnigkeit vom Glauben. Dieser Ansicht Abu Bakrs widersprach Imam Ali (a.).

Unter den Gegnern wird oft der Name Ibn Habib al-Hanafi genannt, der von Abu Bakrs Truppen unter dem Kommando von Chalid ibn Walid in der Schlacht von Akraba besiegt wurde.

Andere Schlachten wurden von Chalid ibn Walid gegen Musailima, Malik ibn Nuwaira und Sadschah al-Tamimiyyah in Zentralarabien. Al-Ala' bin Al-Hadhrami marschierte in Bahrain gegen Hutam, Ikrima ibn Abu Dschahl zunächst zusammen Chalid ibn Walid und später alleine gegen Mahra, Hudaifa ibn Mihsan al-Ghalfani al-Himyari im Oman gegen Laqit ibn Malik al-Azdi, Arfadsch al-Bariqi al-Azdi im Südwesten der arabischen Halbinsel und al-Muhadschir ibn Abu Umayya in Jemen.

Während ein Teil der Kriege tatsächlich der eigenen Verteidigung gegen Angreifer galt, wird ein anderer Teil der Kriege unter den Muslimen unterschiedlich bewertet. Während Sunniten jeden Feldzug Abu Bakrs befürworten, betrachten Schiiten einige der Feldzüge als unrechtmäßig.

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