Kenan Rifai
  Kenan Rifai

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Kenan Rifa'i

1867 - 7.7.1950 n.Chr.

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Kenan Rifai Büyükaksoy war ein Mystiker und Pädagoge in Istanbul.

Er ist 1867 in Thessaloniki geboren. Sein Vater war Abdülhalim Bey, ein Sohn von Hacı Hasan Bey aus Filibe, und seine Mutter war Hatice Cenan Hanım. Zum Zeitpunkt seiner Geburt befand sich seine Familie aufgrund des Zivildienstes seines Vaters in Thessaloniki. Seine Eltern trennten sich, als er klein war. Sein Vater kam, nachdem er eine Zeitlang in den östlichen Provinzen gedient hatte, nach Istanbul und ließ sich in einem Herrenhaus in der Nähe der Hırka-i Scherif-Moschee in Fatih nieder. Er arbeitete als Registerchef und Telegraphenminister im Post- und Telegraphenministerium. Seine Mutter, die auch die Erziehung von Kenan Rifai übernahm, vertraute ihn Edhem Efendi an, einem Mitglied der Qadiriyya, der ebenfall Beamter im Postministerium war. Bei Edhem Efendi erhielt Kenan Rifai eine moralische Ausbildung. Edhem Effendi ließ ihn bis zu seinem Tod nicht allein und erteilte ihm die die Lehren der Qadiriyya.

Kenan Rifai begann im Alter von neun Jahren als Internatsstudent in Galatasaray Sultanisi zu studieren. Er machte 1885 seinen Abschluss und arbeitete fortan im Auswärtigen Amt und lehrte nebenbei. Er arbeitete einige Zeit als Referent im Post- und Telegraphenministerium und bildete sich parallel an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Darülfünun weiter.

Nach seinem Abschluss an der Juristischen Fakultät im Alter von 19 Jahren wurde er in die Direktion des Balıkesir Gymnasiums berufen. Er nahm Musik- und Ney-Unterricht bei einem Lehrer in Balıkesir, wo er elf Monate blieb. Nach Balıkesir wurde er in die Bildungsdirektionen Adana, dann Manastır, Kosovo, Skopje und Trabzon berufen. Er heiratete während seiner Dienstzeit in Skopje und hatte aus dieser Ehe drei Kinder. Während er in Manastir war, beantragte er, nach Medina zu gehen. Einige Jahre später wurde er zum Direktor der neuen Schule namens "İdâdî-i Hamîdî" ernannt, die in Medina eröffnet wurde. Nach vier Jahren Aufenthalt in Medina kehrte er nach Istanbul zurück und arbeitete unter anderem als Französischlehrer. Er ging ein zweites Mal nach Medina und blieb für kurze Zeit.[

Im Jahr 1925 n.Chr. zog er sich aus dem Bildungsministerium zurück, setzte sein Berufsleben jedoch fort, indem er dreizehn Jahre lang als Türkischlehrer tätig war.

Nachdem er von Medina nach Istanbul zurückgekehrt war, eröffnete er in Fatih seine eigene Tekke, welcher sich als Treffpunkt für Scheichulislam, Dichter, Mystiker und sogar Priester und Patriarchen etablierte. Nach Schließung seiner Tekke durch das staatliche Verbot im Jahr 1925 n.Chr., wurde das Gebäude von seiner Familie als Wohnsitz genutzt. Kenan Rifai verstand das Verbot als Rettung des Sufismus durch ALLAH. Bei der Namensreform nahm er den Nachname Büyükaksoy an.

Er setzte seinen Unterricht zum Sufismus und seine Gespräche zu Hause bis zu seinem Tod im Jahr 1950 fort. Er galt als bedeutsamer Sufi der ersten Hälfte des 20 Jh. n.Chr.

Er starb am 7. Juli 1950 in Istanbul. Sein Leichnam wurde im Hof der Merkez Efendi Moschee beigesetzt. Später wurde das Grab umzäunt und ein kleiner Schrein erbaut.

Er hinterließ ein umfangreiches Werk:

bulletMukteza-yı Hayat: Es ist ein wissenschaftliches und naturwissenschaftliches Buch, das er vorbereitet hat, indem er verschiedene französische Werke übersetzt hat, während er in Balıkesir war.
bulletErdrevolution: Ein übersetztes Werk des französischen Astronomen Camille Flammarion.
bulletGuide-i Salikin: Es ist eine Broschüre über die Methoden und Manieren der Qadiriyya.
bulletTuhfe-i Kenan
bulletAhmed-er Rifai: Das Buch gilt als größtes auf Türkisch geschriebenes Werk über Ahmad Rifa'i.
bulletİlahiyat-ı Ken'an: Hymnen und Kompositionen.[
bulletScherhli Mesnevi-i Scherîf: Kommentar zum ersten Band von Dschalaleddin Rumis Mesnevi

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