Edward Said
Edward Said

Aussprache:
arabisch:
إدوارد وديع سعيد
persisch:
إدوارد وديع سعيد
englisch: Edward Said

1.11.1935 - 25.9.2003 n.Chr.

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Edward Wadie (William) Said war ein US-amerikanischer Literkritiker mit Herkunft Palästina. Sein im Jahr 1978 erschienenes Buch "Orientalismus" zählt zu den einflussreichsten Sachbüchern der neueren Wissenschaftsgeschichte.

Edward Said wurde am 1. November 1935 in Jerusalem als Sohn von Hilda und William A. (Wadie) Said in Jerusalem geboren. Seine Eltern stammten aus Palästina. Die Eltern lebten ab 1935 vorwiegend in Kairo. Die Mutter (geb. 1914) war die Tochter eines baptistischen Geistlichen aus Nazareth. Sein Vater Wadie Said (geb. 1893) hatte 1911 Palästina und lebte später in den USA. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg in der US-Armee und erhielt die US-amerikanische Staatsbürgerschaft, die dadurch auch sein Sohn Edward erhielt.

Edward Said wuchs zusammen mit seinen vier jüngeren Schwestern unter wohlhabenden Verhältnissen auf. Er besuchte unter anderem bis 1951 das Victoria College in Kairo. Seine Schulzeit beendete er am Internat in der Nähe von Greenfield (Massachusetts) in den USA. Er studierte in den USA.

Er erhielt seinen Bachelor of Arts (1957 n.Chr.) an der Princeton University, Master of Arts (1960) sowie den Ph.D. (1964). Er wurde 1963 Assistant Professor (Extraordinarius) an der Columbia University, New York und 1966 ebenda Full Professor (Ordinarius auf Lebenszeit) für Englische Literatur und Komparatistik.

1970 heiratete er in zweiter Ehe Mariam Cortas, eine arabische Christin und Tochter eines Hochschullehrers an der Amerikanischen Universität Beirut. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Er gründete 1999 zusammen mit Daniel Barenboim und dem Generalbeauftragten der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Weimar, Bernd Kauffmann, das West-Eastern Divan Orchestra. Er starb am 25. September 2003 in einem Krankenhaus in New York an Leukämie.

Saids bekanntestes Werk ist das 1978 erschienene Buch Orientalismus. In "Orientalismus" hinterfragt er die Art und Weise, wie der Westen, den er als "Okzident" bezeichnet, den Osten oder "Orient" betrachtet und repräsentiert. Seine Kritik richtet sich auf mehrere Schlüsselelemente: Konstruktion des "Anderen", Stereotypisierung und Generalisierung, Eurozentrismus und Macht, Orientalismus als Machtinstrument, Einfluss auf die Wahrnehmung und Politik.

Als Palästinenser mit christlichem Hintergrund und als Professor an einer führenden amerikanischen Universität hatte Edward Said eine eigene Perspektive auf den Nahostkonflikt, wobei er "Kritik an der westlichen Perspektive" übte.

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