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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Bulus Salama war ein Dichter und Schriftsteller im
Libanon, der auch über
Imam Ali (a.) geschrieben hat.
Er ist ca. 1902 n.Chr. in Bait ad-Din/Lakisch (بتدين اللقش)
als
Christ geboren und 1979 n.Chr. gestorben. Bevor er als
Schriftsteller bekannt wurde, war er Richter nach seinem
Studium der Rechtswissenschaften an der Jesuiten-Universität (Université
Saint-Joseph) in
Beirut.
Wegen einer schweren Krankheit war er über etwa 40 Jahre
bettlägerig; während dieser Zeit schrieb er viel Literatur.
Salama ist bekannt als einer der arabischsprachigen
Schriftsteller, die sich intensiv literarisch mit der
islamischen Geschichte, insbesondere mit den
Persönlichkeiten der
Ahl-ul-Bait (a.) auseinandergesetzt haben.
Besonders bekannt ist seine epische Großdichtung: Das
Epos des Festes von Ghadir (ملحمة عيد الغدير), die sich mit
der historischen und spirituellen Bedeutung von
Imam Ali (a.) und der
Ahl-ul-Bait (a.) befasst.
In seinen Dichtungen finden sich Preisungen und
Darstellungen von
Imam Ali (a.) sowie von
Imam Husain (a.), die moralische, spirituelle und
historische Aspekte hervorheben. Salama wird in der persischen
bzw. arabischen Rezeption als jemand beschrieben, dessen Leid,
Krankheit und Liebe zur Religion und Literatur ihn zu einem
tiefen Bewunderer der Figuren der
Ahl-ul-Bait (a.) gemacht habe.
Obwohl er
Christ war, hat er sich stark für den
Heiligen Quran,
Überlieferungen [hadith] und
Nahdsch-ul-Balagha intensiv beschäftigt.
Seine Bewunderung für
Imam Ali (a.) drückte er so aus, dass er sagte: „Wenn
Schia
bedeutet,
Ali und die
Ahl-ul-Bait zu lieben, gegen Unterdrückung zu stehen und
tiefes Mitgefühl für die Leiden von
Imam Husain zu empfinden, dann bin auch ich schiitisch.“
Einige Verse aus seinem Epos lauten:
يا مليك الحياة أنزل
عليّا
عزمةً منك تبعثُ الشعرَ حيّا
O König des Lebens,
sende mir
Entschlossenheit von Dir, die die Dichtung lebendig macht.
واهبَ النورِ والندى
للروابي
أولني من جمالِ وجهِكَ شيّا
Gib den Hügeln Licht und
Tau,
gewähre mir etwas von der Schönheit Deines Angesichts.
فنسيتُ النهارَ من
طولِ ليلي
أترى الليلَ شرعَكَ الأبديا؟
Ich vergaß den Tag
wegen der Länge meiner Nacht –
Siehst Du die Nacht als Deine ewige Ordnung?
...
يا إلـهي سددْ خُطايَ
فإنّي
قد تمرَّستُ بالضلالة غيا
O mein Gott, lenke
meine Schritte, denn
ich bin durch Verirrung geübt worden.
باسم زينِ العصور
بعدَ نبيٍّ
نوّرَ الشرقَ كوكباً هاشميا
Im Namen dessen, der
nach dem Propheten
das Zeitalter erleuchtete, ein haschimitischer Stern.
يا سماء اشهدي ويا
أرضِ قرّي
واخشعي إنّني أردتُ عليّا
O Himmel bezeuge und o
Erde, senke dich –
denn ich habe Ali gewollt.
...
إنّما الشمسُ للنواظر
عيدُ
كلّ طرفٍ يرى الشعاعَ السنيّا
Die Sonne ist für den
Betrachtenden ein Fest –
jeder Blick sieht ihre strahlende Leuchte.
لا تَقُل شيعةٌ هُواة
عليٍّ
إنَّ في كلِّ منصف شيعيّا
Sprich nicht:
„Schiiten sind leidenschaftlich Ali ergeben“ –
denn in jedem Gerechten liegt Schonung für Ali.
يا أميرَ الإسلامِ
حسبيَ فخراً
إنّني منك مالئٌ أصغريّا
O Fürst des Islams,
genug mir der Stolz:
ich bin, aus Übermaß meiner Liebe, zu einem Anhänger Alis
geworden.