Satane sind im
Islam
Geschöpfe, die sich den
Gläubigen [mumin] überlegen fühlen und damit beschäftigt
sind, nachzuweisen, dass die
Menschen nicht
Gott
sondern ihnen dienen. Satane können sowohl unter den
Menschen als auch unter den
Dschinn existieren (vgl.
Heiliger Qur'an 6:112). Sie versuchen, die
Gläubigen durch
Einflüsterung zur Sünde zu verleiten, so dass sie
nicht
Gott sondern
Götzen dienen
(6:121). Aber letztendlich sind sie machtlos gegenüber den
Gläubigen [mumin], denn sie können nur dann wirken, wenn
der
Mensch ihre Wirkung zulässt (7:30). Daher können sie nur
bei denen wirken, die sich von
ALLAH
abwenden (19:83).
Anführer aller Satane ist
Iblis
(15:31). Das Grundprinzip teuflischen Daseins spiegelt sich in
der Vorstellung wieder: "Ich bin besser", was als
Ursache aller Konflikte betrachtet wird.
Manche merkwürdige
Vorstellung über Satan - teils in Anlehnung an Schriften
anderer Religionen - haben sich auch in den
Islam
eingeschlichen. So zeigt z.B. eine Miniatur im
Siyer-i-Nebi (siehe unten), wie
Prophet Muhammad (s.) in der
Moschee sitzend sich mit dem Satan (links unten in
schwarz) unterhält, der ihn aufgesucht hat.
