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Muhammad al-Schahrastani
Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch: Muhammad al-Shahrastani
1086 - 1153 n.Chr.
Bild: Englische Übersetzung seines Werks "kitab
al–milal wa al-nihal"
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| Tadsch al–Din Abul–Fath Muhammad al–Schahrastani ibn
Abdul–Karim war ein islamischer
Gelehrter [faqih] Philosoph und Historiker.
Er ist in Schahristan (Turkmenistan)
geboren, daher sein Beiname. Er studierte in der
Rechtsschule der
Schafiiten unter anderem bei Dschuwaini in
Nischapur und ging dann mit 30 Jahren nach
Bagdad.
Er lehrte einige Jahre an der damals als Schule der
Aschariyya bekannten al-Nizamiyya und reiste später weiter
nach
Chorasan. Er starb 1153 n.Chr.
Zu seinen Werken gehören
unter anderem:
 | "Das Buch der Gruppierungen und Glaubensrechtungen" [kitab
al–milal wa al-nihal] , eine Studie der damals bekannten
Gruppierungen im Islam. Eine französische Übersetzung des
Buchs durch Gimaret, Monnot und Jolivet wurde Ende um 1986
von der UNESCO gefördert und erschien in zweiter Auflage
1993. |
 | "Disput mit den Philosophen" [musara‘at al-falasifa],
eine Ablehnungsschrift der metaphysischen Ansichten
Avicennas [ibn sina]. |
 | "Ende der Schritte der Wissenschaft der Theologie" [nihayat
al-aqdam fi ilm al-kalam]. |
 | "Eröffnung der Mysterien und Leuchtkraft der
Rechtgeleiteten" [mafatih al-asrar wa-masabih al-abrar],
eine Einleitung in den
Heiligen Qur'an. |
Schahrastani wird oft von
Schiiten
zitiert, die darlegen wollen, dass selbst jemand, der
ursprünglich der
Aschariyya zugeneigt und
Schafiit war, in manchen geschichtlichen Bewertungen der
Schia
sehr nah kam. Genau aus letzterem Grund werfen ihm einige vor,
er habe
Verstellung [taqiyya] ausgeübt, wofür es allerdings keinen
wissenschaftlichen Nachweis gibt. |
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