Ali Schamchani
Ali Schamchani

Aussprache: aliy schamchaaniy
arabisch:
علي شمخاني
persisch:
علی شمخانی
englisch:
Ali Shamkhani

29.9.1955 - 28.2.2026 n.Chr

Foto: Erster öffentlicher Auftritt nach dem Anschlag auf ihn. Foto IRNA (30. Juni 2025)

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Ali Schamchani ist ein iranischer Admiral, Politiker und langjähriger Sicherheitsberater Imam Chameneis. Er gilt als eine der einflussreichsten Figuren im politischen und militärischen Establishment der Islamischen Republik Iran.

Er ist 29. September 1955 in Ahwaz geboren und stammt aus einer arabischstämmigen Familie. Er absolvierte ein Studium in Maschinenbau an der Iran University of Science and Technology und erwarb später einen Masterabschluss in Management von der Universität Dschondischapur in Ahwaz. 1973 wurde er von der SAVAK, dem Geheimdienst des Schah-Regimes, verhaftet. Nach seiner Freilassung gründete er mit anderen eine Guerillagruppe namens „Mansouroun“ und engagierte sich aktiv in der Opposition gegen das Schah-Regime. Während seiner Haft lernte er zukünftige Schlüsselfiguren der Islamischen Revolution kennen, darunter Mohsen Rezai.

Nach der Islamischen Revolution von 1979 n.Chr. trat Schamchani den Pasdaran bei und wurde 1981 Kommandeur in der Provinz Chuzestan. Während des Irak-Iran-Krieges (1980–1988 n.Chr.) hatte er mehrere leitende Funktionen inne, darunter Kommandeur der Pasdaran-Bodentruppen und Minister für die Revolutionsgarde. Nach Kriegsende 1989 wurde er Kommandeur der Pasdaran-Marine und später auch der regulären iranischen Marine.

Im Jahr 1997 n.Chr. wurde Schamchani unter Präsident Seyyid Muhammad Chatami zum Verteidigungsminister ernannt und behielt dieses Amt bis 2005. Während seiner Amtszeit spielte er eine strategische Rolle in der regionalen Diplomatie, insbesondere in den Beziehungen zu Saudi-Arabien, und erhielt 2004 den Orden von Abdulaziz Al Saud. Nach seiner Amtszeit als Verteidigungsminister wurde er Direktor des iranischen Think Tanks „Center for Strategic Studies“ und Militärberater von Imam Chamenei.

Im September 2013 wurde Schamchani zum Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats ernannt, einer Schlüsselposition in der iranischen Sicherheitsarchitektur. In dieser Rolle spielte er eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der iranischen Sicherheits- und Außenpolitik, einschließlich der Atomverhandlungen und der Beziehungen zu regionalen Akteuren.

Im Mai 2023 wurde Schamchani nach fast zehn Jahren als Sicherheitschef abgelöst. Trotz seines Rücktritts behielt Schamchani seinen Einfluss als Mitglied des Expertenrats für die Feststellung der Interessen des Systems und als politischer Berater von Imam Chamenei.

Am 13. Juni 2025 wurde Schamchani bei einem israelischen Luftangriff schwer verletzt. Zunächst wurde sein Tod gemeldet, doch später stellte sich heraus, dass er überlebt hatte. Beim Begräbnis der anderen Opfer des israelischen Anschlags am 30. Juni 2025 mischte er sich kurzzeitig unter den Trauerzug.

Ende 2025 kam heraus, dass seine Tochter im Jahr 2024 eine sehr kostspielige Hochzeit durchgeführt hat, bei der er als Brautvater aufgetreten ist. Das sehr offene Kleid der Braut, dessen Bilder geleakt worden sind, führten zu einem Skandal, obwohl sie damit ausschließlich vor Frauen aufgetreten ist. In der Folge hatte Schamchani - wohl auch aufgrund seiner Verletzung - weniger mit der aktuellen Politik zu tun.

Am 28.Feburar 2026 wurde er parallel zu der Ermordung Imam Chameneis ebenfalls von Luftangriffen Israels und der USA gezielt ermordet.

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