Schamsi Efendi
Schamsi Efendi

Aussprache: schamsi afandiy
arabisch:
شمس أفندي
persisch:
شمس افندی
englisch: Shamsi Efendi

??? - ??? n.d.H.
1852 - 1917 n.Chr.

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Schamsi Efendi oder Muallim Şemsi Efendi („Lehrer Şemsi Efendi“), war ein einflussreicher osmanischer Pädagoge und der erste Lehrer von Mustafa Kemal Atatürk.

Schamsi Efendi gilt als eine Schlüsselfigur der osmanischen  Bildungsreform im späten 19. Jh. n.Chr. Er ist 1852 in Saloniki (heute Thessaloniki, Griechenland, damals Teil des Osmanischen Reichs) geboren.

Er entstammt wahrscheinlich aus der Dönme-Gemeinschaft – also Nachkommen jüdischer Konvertiten, die im 17. Jh. unter Einfluss von Schabbtai Zvi zum Islam übergetreten waren. Schamsi (Şemsi) Efendi war ein Reformer des osmanischen Schulwesens, insbesondere der Grundschulen (mektep). Er setzte sich für eine moderne, strukturierte und säkulare Bildung ein. Er trat für moderne Lehrmethoden im Gegensatz zur traditionellen Medrese-Erziehung ein. Ihm wird die Einführung eines stundenplanbasierten Unterrichts im Osmanischen Reich zugesprochen.

Mustafa Kemal Atatürk trat als Schüler in die von Schamsi Efendi geführte Privatschule in Saloniki ein, nachdem seine Mutter ihn zunächst in eine Quran-Schule geschickt hatte.

Şemsi Efendi erkannte früh Mustafa Kemals Intelligenz und Disziplin und war maßgeblich daran beteiligt, Atatürks weltliches und rationales Denken zu formen. Atatürk selbst sprach später mit Hochachtung von Schamsi Efendi und sah ihn als eine der prägenden Figuren seiner Kindheit.

Schamsi Efendi zog sich später nach Istanbul zurück und starb dort im Jahr 1917 n.Chr.

Er ist auf dem Bülbüldere Friedhof in Üsküdar bestattet, einem Friedhof, auf dem viele Mitglieder der Dönme-Gemeinschaft begraben sind.

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