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Sayyid Abdalhadi Schirazi war ein
Gelehrter [faqih] der
Islamische Rechtswissenschaft [fiqh] und der
Methodenlehre (Usul al-fiqh) sowie ein
Vorbild der Nachahmung des 20. Jh. n.Chr.
Nach dem Tod von Sayyid Abul-Hasan Isfahani wurde Sayyid
Abdalhadi Schirazi zu einer maßgeblichen religiösen Autorität.
Während der Herrschaft von Abd al-Karīm Qāsim, dem damaligen
Machthaber des
Irak,
erließ Sayyid Abdalhadi Schirazi eine antikkommunistische
Fatwa gegen die Propaganda des Bath-Regimes.
Sayyid Abdalhadi Schirazi, der Sohn von Sayyid Ismail
Schirazi, wurde im Jahr 1305
n.d.H. (1887/8 n.Chr.) in
Sammara
geboren. Im selben Jahr verstarb sein Vater. Mirza Muhammad
Hasan al-Schirazi, der Cousin seines Vaters, übernahm seine
Vormundschaft.
Sayyid Abdalhadi Schirazi ging nach
Nadschaf, lebte dort eine Zeit lang und nahm am Unterricht
von
Achund Chorasani und Scheich al-Scharia Isfahani teil.
Nach vielen Jahren in
Nadschaf kehrte er nach v zurück und besuchte
ausschließlich den Unterricht von Sayyid ʿAli Agha, dem Sohn
von Mirza Muhammad Hasan al-Schirazi.
Als sein weiterer Lehrer Muhammad Taqi Schirazi, der Führer
der irakischen Revolution, aufgrund des antibritischen
Aufstands nach
Kerbela auswanderte, begleitete ihn Sayyid Abdal-Hadi.
Später ging er erneut nach
Nadschaf und besuchte den Unterricht von Scheich
al-Scharia Isfahani, bis dieser verstarb. Danach begann er
selbst, die Studenten der
Hawza
von
Nadschaf zu unterrichten. In seiner gesamten Lern- und
Lehrphase hatte er viele prominente Lehrer und zahlreiche
seiner Schüler wurden große Theologien.
Er hinterließ zahlreiche Werke wie unter anderem:
Nach dem Tod von Sayyid Abul-Hasan Isfahani im Jahr 1365
n.d.H. (1946 n.Chr.) und dessen Nachfolgers Sayyid Husain
Tabatabai Qummī im Jahr 1366
n.d.H. (1947 n.Chr.) wurde er selbst
Vorbild der Nachahmung.
Mehrere Gelehrte aus
Nadschaf hielten Sayyid Abdalhadi Schirazi für besonders
geeignet für dieses Amt und baten ihn, diese wichtige
religiöse Verantwortung zu übernehmen. Er akzeptierte die
Verantwortung widerstrebend, und sein
religiöses Regelwerk [risala] (Risāla ʿAmaliyya) wurde
veröffentlicht.
Er gehörte zu den
Vorbildern der Nachahmung, die sich gegen die tyrannische
Herrschaft der kommunistischen Partei im
Irak
stellten. In den Jahren 1379
n.d.H. (1959/60 n.Chr.) erklärten
Sayyid Muhsin Hakim und Sayyid Abdalhadi Schirazi die kommunistische
Partei in ihren Rechtsgutachten für
Apostasie.
Die Fatwa von Sayyid Abdalhadi Schirazi wurde am 8.
Schawwal
1379 (5. April 1960) erlassen und lautete:
„Der Kommunismus ist Irreführung und Unglaube, und es
ist nicht erlaubt, dass jemand ihm zugerechnet wird.“
Infolge einer Krankheit erblindete er in den Jahren 1369
n.d.H. (1949/50 n.Chr.). Da die Behandlungen im
Irak
erfolglos waren, wurde er nach
Teheran gebracht und eine Zeit lang im
Firuzabadi-Krankenhaus behandelt, jedoch ebenfalls ohne
Erfolg.
Anschließend besuchte er die heiligen Schreine im
Imam Ridha Mausoleum und
Mausoleum der Fatima Masuma sowie die Gelehrten der
Hawzas
von Qum
und
Maschhad, darunter
Großayatollah Boroudscherdi. Danach kehrte er nach
Nadschaf zurück und setzte trotz seiner Blindheit seine
Lehrtätigkeit, wissenschaftlichen Diskussionen, die Leitung
des Gemeinschaftsgebets und die Beantwortung religiöser Fragen
fort, indem ihm die Fragen vorgelesen wurden.
Ein zweiter Aufenthalt in
Teheran zur Behandlung seiner Augen blieb ebenfalls
erfolglos. Nach dem Tod von
Großayatollah Boroudscherdi im Jahr 1380
n.d.H. (1960/1 n.Chr.) folgten viele seiner Anhänger
Ayatollah al-Schirazi, wodurch sich sein Einfluss als
Vorbild der Nachahmung weiter ausdehnte.
Sayyid Abdalhadi Schirazi verstarb am Freitag, dem 10.
Safar
1382
n.d.H. (13. Juli 1962) in
Kufa
an Fieber. Er wurde im Heiligen Schrein in der
Imam Ali Moschee in Nadschaf beigesetzt.