Sayyid Schirazi
Sayyid Abdalhadi Schirazi

Aussprache: as-saayid abdalhaadiy schiyraaziy
arabisch:
السید عبدالهادی الشیرازی
persisch:
سید عبدالهادی شیرازی
englisch:
Al-Sayyid Abd al-Hadi al-Shirazi

1887/8 - 13.7.1962 n.Chr.
1305 - 10.2.1382 n.d.H.

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Sayyid Abdalhadi Schirazi war ein Gelehrter [faqih] der Islamische Rechtswissenschaft [fiqh] und der Methodenlehre (Usul al-fiqh)  sowie ein Vorbild der Nachahmung des 20. Jh. n.Chr.

Nach dem Tod von Sayyid Abul-Hasan Isfahani wurde Sayyid Abdalhadi Schirazi zu einer maßgeblichen religiösen Autorität. Während der Herrschaft von Abd al-Karīm Qāsim, dem damaligen Machthaber des Irak, erließ Sayyid Abdalhadi Schirazi eine antikkommunistische Fatwa gegen die Propaganda des Bath-Regimes.

Sayyid Abdalhadi Schirazi, der Sohn von Sayyid Ismail Schirazi, wurde im Jahr 1305 n.d.H. (1887/8 n.Chr.) in Sammara geboren. Im selben Jahr verstarb sein Vater. Mirza Muhammad Hasan al-Schirazi, der Cousin seines Vaters, übernahm seine Vormundschaft.

Sayyid Abdalhadi Schirazi ging nach Nadschaf, lebte dort eine Zeit lang und nahm am Unterricht von Achund Chorasani und Scheich al-Scharia Isfahani teil. Nach vielen Jahren in Nadschaf kehrte er nach v zurück und besuchte ausschließlich den Unterricht von Sayyid ʿAli Agha, dem Sohn von Mirza Muhammad Hasan al-Schirazi.

Als sein weiterer Lehrer Muhammad Taqi Schirazi, der Führer der irakischen Revolution, aufgrund des antibritischen Aufstands nach Kerbela auswanderte, begleitete ihn Sayyid Abdal-Hadi. Später ging er erneut nach Nadschaf und besuchte den Unterricht von Scheich al-Scharia Isfahani, bis dieser verstarb. Danach begann er selbst, die Studenten der Hawza von Nadschaf zu unterrichten. In seiner gesamten Lern- und Lehrphase hatte er viele prominente Lehrer und zahlreiche seiner Schüler wurden große Theologien.

Er hinterließ zahlreiche Werke wie unter anderem:

bulletal-Hawāla
bulletal-Radhāʿ
bulletKitāb al-Sawm
bulletKitāb al-Zakāt
bulletal-Istishāb
bulletIdschtimāʿ al-amr wa l-nahy
bulletRisāla fī l-libās al-mashkūk
bulletKitāb al-Nadschāsāt wa l-mutahhirāt
bulletDār al-Islām
bulletMardschaʿiyya

Nach dem Tod von Sayyid Abul-Hasan Isfahani im Jahr 1365 n.d.H. (1946 n.Chr.) und dessen Nachfolgers Sayyid Husain Tabatabai Qummī im Jahr 1366 n.d.H. (1947 n.Chr.) wurde er selbst Vorbild der Nachahmung.

Mehrere Gelehrte aus Nadschaf hielten Sayyid Abdalhadi Schirazi für besonders geeignet für dieses Amt und baten ihn, diese wichtige religiöse Verantwortung zu übernehmen. Er akzeptierte die Verantwortung widerstrebend, und sein religiöses Regelwerk [risala] (Risāla ʿAmaliyya) wurde veröffentlicht.

Er gehörte zu den Vorbildern der Nachahmung, die sich gegen die tyrannische Herrschaft der kommunistischen Partei im Irak stellten. In den Jahren 1379 n.d.H. (1959/60 n.Chr.) erklärten Sayyid Muhsin Hakim und Sayyid Abdalhadi Schirazi die kommunistische Partei in ihren Rechtsgutachten für Apostasie.

Die Fatwa von Sayyid Abdalhadi Schirazi wurde am 8. Schawwal 1379 (5. April 1960) erlassen und lautete:

„Der Kommunismus ist Irreführung und Unglaube, und es ist nicht erlaubt, dass jemand ihm zugerechnet wird.“

Infolge einer Krankheit erblindete er in den Jahren 1369 n.d.H. (1949/50 n.Chr.). Da die Behandlungen im Irak erfolglos waren, wurde er nach Teheran gebracht und eine Zeit lang im Firuzabadi-Krankenhaus behandelt, jedoch ebenfalls ohne Erfolg.

Anschließend besuchte er die heiligen Schreine im Imam Ridha Mausoleum und Mausoleum der Fatima Masuma sowie die Gelehrten der Hawzas von Qum und Maschhad, darunter Großayatollah Boroudscherdi. Danach kehrte er nach Nadschaf zurück und setzte trotz seiner Blindheit seine Lehrtätigkeit, wissenschaftlichen Diskussionen, die Leitung des Gemeinschaftsgebets und die Beantwortung religiöser Fragen fort, indem ihm die Fragen vorgelesen wurden.

Ein zweiter Aufenthalt in Teheran zur Behandlung seiner Augen blieb ebenfalls erfolglos. Nach dem Tod von Großayatollah Boroudscherdi im Jahr 1380 n.d.H. (1960/1 n.Chr.) folgten viele seiner Anhänger Ayatollah al-Schirazi, wodurch sich sein Einfluss als Vorbild der Nachahmung weiter ausdehnte.

Sayyid Abdalhadi Schirazi verstarb am Freitag, dem 10. Safar 1382 n.d.H. (13. Juli 1962) in Kufa an Fieber. Er wurde im Heiligen Schrein in der Imam Ali Moschee in Nadschaf beigesetzt.

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