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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Wilhelm Anton Souchon war Vizeadmiral der deutschen
kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg und hat auch für die
Osmanen gewirkt.
Souchon ist am 2. Juni 1846 in Leipzig in einer
hugenottischen Familie geboren. Sein Vater war der Kunstmaler
Wilhelm Ferdinand Souchon und seine Mutter Charlotte
geb. Naumann, die Tochter eines Berliner Bankdirektors.
Frühzeitig entschied er sich für eine Marinelaufbahn. Bereits
im Jahr 1894 war er Kommandant des Minenschulschiffes Rhein
und wurde während dieses Kommandos zum Kapitänleutnant
befördert.
Ab Juni 1906 war er im Reichsmarineamt tätig, wo er zum
Kapitän zur See befördert wurde. Im Jahr 1911 stieg er auf zum
Konteradmiral.
Am 23. Oktober 1913 übernahm er den Befehl über die im
Vorjahr gebildete Mittelmeerdivision, die aus dem
Schlachtkreuzer
SMS Goeben (später Yavuz), dem Kreuzer
SMS Breslau (später Midilli) sowie der Stationsyacht
SMS Loreley (später Hadschi Pascha) bestand. Nach ersten
Kriegshandlungen gegen Frankreich und England lief sein
Verband am 10. August 1914 in die Dardanellen ein. Nach
mehrtägigen Verhandlungen führte er sein Geschwader nach
Istanbul. Dort wurden am 12. August 1914 die Schiffe
offiziell in die türkische Marine übernommen und umbenannt.
Als Vorbereitung auf den
Dardanellenkrieg wurden die Dardanellen mit deutscher
Hilfe befestigt und der
Bosporus durch die
SMS Goeben (jetzt Yavuz) gesichert. Beide Meerengen wurden
am 27. September 1914 offiziell für die internationale
Schifffahrt gesperrt. Am 29. Oktober griff Souchon unter
osmanischer Flagge russische Hafenstädte an, während fast
zeitgleich britische Einheiten vor
Izmir
türkische Handelsschiffe angriffen. Am 2. November 1914 erklärte
Russland der
Türkei und am 12. November 1914 die
Osmanen England, Frankreich und Russland den Krieg.
Souchon wurde zum Oberbefehlshaber der
osmanischen Marine ernannt. Am 27. Mai 1915 wurde er zum
Vizeadmiral befördert. Über jene Zeit gibt es zahlreiche
Tagebucheinträge von ihm.
Im September 1917 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er
am 11. August 1918 zum Admiral befördert wurde. Wilhelm Anton
Souchon wurde 1919 pensioniert. Er ist am 13. Januar 1946 in
Bremen gestorben.
Wilhelm Souchon war verheiratet mit Violet geborene Lahusen
und hatte mit ihr den Sohn Eberhard Alfred Souchon
(1897–1989), der später auch Fregattenkapitän werden sollte.
Souchons Neffe Hermann Souchon (1894–1982) war der mutmaßliche
Attentäter Rosa Luxemburgs.
Wilhelm Souchon wurde auf dem Riensberger Friedhof
im Norden von Bremen
begraben und liegt in der
Grablage FF 0005A. Die
Grabanlage blickt auf einen kleinen See. Bei ihm liegt unter
anderem auch seine Ehefrau Violet.
